Kurz im Gastgarten ausgebuht: So hat er sich Lokaleröffnung nicht erhofft

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Da hat er wohl die "Rechnung ohne den Wirt gemacht"...

Kurz im Gastgarten ausgebuht: So hat er sich Lokaleröffnung nicht erhofft

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Ab dem heutigen Mittwoch dürfen die Menschen wieder in die Lokale und Wirtshäuser- freilich nur dann, wenn sie sich den Regeln des “grünen Passes” unterwerfen und entweder genesen, getestet oder geimpft sind. Gesunde hingegen müssen draußen bleiben. Diese Schaffung einer Zweiklassen-Gesellschaft sorgt für viel Kritik – die den Kanzler nun beinhart einholte, als er sich werbewirksam im Gastgarten präsentierte.

Denn Kurz rechnete nicht mit dem Widerstandsgeist der Bürger, die von den Maßnahmen seiner Regierung die Schnauze voll haben und sich auch nicht nach willkürlichen Regeln in “gut” und “böse” bzw. freiheitswürdig und entrechtet einteilen lassen. Der Medien-Termin im Schweizerhaus im Wiener Prater wurde zum Fiasko. Immer wieder wurde sein Statement unterbrochen, es hagelte Pfiffe und Buh-Rufe und sogar die Parole der Freiheits-Demos (“Kurz muss weg”) feierte eine Renaissance.

Das Volk lässt die Regierung nicht ruhig speisen

Dabei wollte sich die Regierungsriege beim Traditions-Wirten ein Stelldichein geben und ausgiebig und schmackhaft dinieren. Dafür hatte man sich extra in Schale geworfen. Neben Kurz waren auch Vizekanzler Werner Kogler, Tourismusministerin Elisabeth Köstinger und Kultur-Staatssekretärin Andrea Mayer vor Ort, um vor der Linse der Medien-Meute, Schnitzel und Hendl völlernd, die vermeintliche “Normalität” zu inszenieren.

Bereits in den Morgenstunden hatte der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp den Termin als gute Gelegenheit gesehen, dem Kanzler und den Seinen einmal so richtig die Meinung zu geigen. Offenbar ließen sich das einige entschlossene Bürger nicht nehmen und begrüßten Kurz & Co. mit einem gellenden Pfeifkonzert, das sich gewaschen hatte. Bei so viel Gegenwind dürfte ihm der ein oder andere Bissen sicherlich sprichwörtlich im Hals stecken geblieben sein…

Kein Heldenbad in der Menge für Kurz

Anstatt sich bei schmackhafter Küche als Held feiern zu lassen, war der PR-Termin dann am Ende nur in der Begleitung von Polizisten möglich, die sich als Verteidiger des Kurz’schen Festmahles aufspielen mussten und offenbar einzelne Kritiker auch entfernten. Wie lautstark die Buh-Rufe im Gastgarten ausfielen, zeigt ein Twitter-Video, das Nepp weiterverbreitete. Eines ist gewiss: Die Euphorie, wie wir sie bei Kurz’ Begrüßung im Vorjahr im Kleinwalsertal erlebten, ist abgeklungen.

Mainstream-Medien machen Kurz die Mauer

Dort wo der Kanzler nach Ansicht des wütenden – weil geschundenen – Volkes nicht willkommen ist, sind Mainstream-Medien schnell zur Stelle. Ein Medium, das zu den Inseratenkaisern des Landes gehört, ritt sofort aus, um die Protestierenden verächtlich zu machen, bezeichnete diese als “Virus-Leugner” und “Impf-Gegner”.

Die Nachrichtenagentur APA wiederum stilisierte Kurz sogleich zum Staatsmann hoch, als eine Regierungskritikerin ihn konfrontierte: “Der Kanzler wandte sich direkt an die Skeptikerin und führte ruhig seine bekannte Argumente aus, wie wichtig eine Rückkehr zur Normalität sei.” Mit der Meinung, dass diese mit dem “3G-Regime” Einzug hält, war er im Schweizergarten sichtlich ganz schön alleine…

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