Leben oder nicht leben: Eine Frage der Statistik

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Leben oder nicht leben: Eine Frage der Statistik

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In meinem Soziologie-Studium war Statistik ein großer Bestandteil. Ich kann mich noch gut erinnern, als uns der Professor in einer der ersten Einheiten die Problematik rund um die Interpretation von Zahlen näherbrachte. Eines der bekanntesten Beispiele dafür ist, dass nachgewiesen wurde, dass in Regionen, wo mehr Störche leben, auch mehr Kinder zur Welt kommen. Heißt das also, dass die Störche die Kinder bringen? Wohl kaum.

Kommentar von Elsa Mittmannsgruber

Dieses Beispiel dient in der Statistik zur einfachen Veranschaulichung von sogenannten „Scheinkorrelationen“. Das bedeutet, dass falsche Zusammenhänge hergestellt werden. Denn für den Fakt „wo mehr Störche, da mehr Kinder“ gibt es andere Erklärungen. Falsche Zusammenhänge zwischen Fakten herzustellen, zählt zu den häufigsten Fehlern der Statistiker. Derzeit passiert dies wieder am laufendem Band. Nicht nur unbewusst, sondern sehr wohl auch absichtlich. Für den Außenstehenden ist dies letztlich schwer zu erkennen. Er ist empfänglich für einfache Erklärungen.

Dreiste Manipulationen

So geschieht dies beispielsweise bei den Corona-Tests und steigenden Infektionszahlen. Statt die Tests in Beziehung zu den Zahlen zu stellen, macht man die mangelnde Disziplin der Menschen für einen etwaigen Anstieg der Infizierten verantwortlich. Ebenso verhält es sich bei der Übersterblichkeit. Die nackten Zahlen lassen sich auf verschiedene Art interpretieren. Einfach nur eine Gegenüberstellung der Gestorbenen in den vergangenen Jahren zu machen, ohne Hintergründe zu erklären, und das dann als Übersterblichkeit wegen Corona zu verkaufen, ist dreiste Manipulation.

Fatale politische Entscheidungen

Noch dazu, wenn man nicht einmal feststellen kann, wer wirklich an Corona verstorben ist – oder vielleicht an den Folgen des Lockdowns? So trocken diese ganze Materie klingt, so essentiell ist sie. Gerade jetzt wird die Statistik zum Dreh-und-Angelpunkt für alles. Test-Statistiken, Mathematische Modelle und Berechnungen bilden die Grundlage für fatale politische Entscheidungen. Bei so viel Fehleranfälligkeit und Interpretationsspielraum von „klaren Fakten“ zu reden, ist dabei höchst fragwürdig.

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