Lesen als Medizin: Seuchenromane in kranken Zeiten

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Spannende Buchempfehlungen für die Quarantäne

Lesen als Medizin: Seuchenromane in kranken Zeiten

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Diesmal erlauben wir uns, Lesegenuss für ganz Verwegene zu empfehlen: Seuchenthriller! An erster Stelle ein schmerzhaft realistischer Pandemiethriller in zwei Bänden. Das Überraschende dabei ist, dass er aus deutscher Feder stammt und in ebendieser Nachbarschaft spielt. Nummer zwei ist wohl die Mutter dieses Genres, Stephen King’s Klassiker aus den Siebziger Jahren und wahrscheinlich sein Meisterwerk: The Stand – das letzte Gefecht.

Buchempfehlungen von Ken Dietrich

Es wird nicht so viele Menschen geben, die sich in diesen traurigen Zeiten ausgerechnet mit Literatur unterhalten wollen, die eine apokalyptische Pandemie zum Thema haben.

Auf der anderen Seite ermöglicht gerade diese Art von Belletristik ungeahnt realistische Einblicke und neue Perspektiven auf die eigene Lage – und man muss es einfach sagen, sie ist in diesen Fällen wirklich hervorragende Unterhaltung, die man mit Freude regelrecht verschlingt! Nicht umsonst bekommen sämtliche Bücher Spitzenwertungen ihrer Leser. Dass der Stoff so grausig aktuell wird, hat ja niemand wissen können.

Schlimmster Feind Mensch

Eine typische Scheidungsfamilienidylle! Die pubertierenden Gören bei Vater Robert, die Mutter genießt ihr kinderfreies Wochenende, da verhagelt der Ausbruch einer für den Großteil der Bevölkerung tödlichen Pandemie die Zukunftspläne sämtlicher Protagonisten.

Nach endloser Isolation und Ungewissheit müssen sich Vater und Kinder durch ein dramatisch verändertes Land schlagen. Vorrangiges Ziel ist das eigene Überleben und das hinzukriegen ist alles andere als einfach.

In Extremsituationen kommen beim Menschen stets das Schlimmste und das Beste zum Vorschein, das weiß man seit es Menschen gibt. Auch hier stellt sich heraus, dass nicht das Virus der schlimmste Feind ist, sondern der Mensch selbst, sprich, die anderen Überlebenden.

Hervorragendes Frühwerk

Die Zeichnung und Entwicklung der Figuren ist die große Stärke des amerikanischen Megaautors. Dieses Buch gehört zu seinen Frühwerken und ist ohne Zweifel eines seiner besten.

Was er in den letzten zwanzig Jahren gemacht hat, kann man sich hingegen gerne sparen. Wie immer bei King kommt dann irgendwann wieder übersinnlicher Müll ins Spiel, den muss man sich halt einfach wegdenken.

Wie die Supergrippe die Menschheit binnen kurzer Zeit zerlegt und nur ein Prozent der Bevölkerung überlebt, das geht schon unter die Haut.

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