Maskenpflicht im Unterricht: Dagegen laufen besorgte Eltern jetzt Sturm

Gesundheitsgefährdung befürchtet

Maskenpflicht im Unterricht: Dagegen laufen besorgte Eltern jetzt Sturm

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Seit Montag findet in den Volks- und Mittelschulen sowie in AHS-Unterstufen und bei Matura-Klassen wieder Präsenzunterricht statt. Ab zehn Jahren muss dabei allerdings eine Gesichtsmaske getragen werden. Viele Eltern betrachten diese Neuerung jetzt mit großer Sorge. 

Auch wenn die WHO mittlerweile sogar auf Facebook verbreiten lässt, dass eine korrekt angelegte Maske nicht gesundheitsschädlich sei, bezweifeln kritische Stimmen eine derart pauschale Aussage. Aber auch Interessensvertreter sowie Elternverbände laufen gegen die umstrittene Neuerung massiv an – ebenfalls unter Berufung auf das Gesundheitsargument.

Kein Verständnis für Schüler-Maskenpflicht

Überall in Österreich sorgt die maskierte Rückkehr in die Klassenzimmer indes für einigen Unmut bei den Bürgern. Eine seit Sonntag bestehende Umfrage der sonst zu den Regierungsmaßnahmen eher unkritischen “Kronen Zeitung” auf Facebook erhielt überwiegend negative Reaktionen: Weniger als ein Fünftel der bis dato (Stand: 08.12.2020 12:10 Uhr) etwa 2.300 abstimmenden Nutzer befürworteten diese Maßnahme.

Aber auch bei vielen Eltern und Interessensgruppen geht die Sorge um die Gesundheit der Kinder um. Die Kinder- und Jugendanwaltschaften sind der Ansicht, dass “die durchgehende Pflicht” einer Maskentracht eine “massive, auch gesundheitliche Belastung” für unsere Jüngsten darstelle. Auch der Landesverband der Elternvereine öffentlicher Pflichtschulen in Oberösterreich äußerte sich ähnlich, moniert zudem die fehlende Möglichkeit des Blickes in das Gesicht des Gegenübers.

Elternvereine warben um alternative Maßnahmen

“Ein ganzer Schultag ohne Lächeln – eine sehr triste Aussicht”, so die Elternvereine in einer Aussendung. Auch aus ihrem Grund teilten sie in sozialen Medien die Petition “Masken weg im Unterricht”, die bereits über 17.000 Unterstützer besitzt. Zudem verfassten sie bereits in der Vorwoche einen offenen Brief an die Politik, mit dem Vorschlag, weniger belastende Maßnahmen zu erlassen: “Die Maske ist beengend und stört”, so ein Resümee aus dem Schriftstück.

Nun legen sie nach, indem sie etwa darauf verweisen, dass manche Kinder bis zu neun oder zehn Stunden am Tag eine Maske tragen müssten. Diese gelte nämlich auch für die Nachmittagsbetreuung sowie für öffentliche Verkehrsmittel am Schulweg. Schon im ersten Schreiben gingen sie auf die gesundheitlichen Belastungen ein, viele Kinder würden nach längerem Tragen über Kopfschmerzen klagen. Jedenfalls vermindere das Maskentragen zweifelsfrei die körperliche Belastbarkeit.

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Sachverständiger wies erhöhte Kohlendioxid-Werte nach

Dass die Masken vielleicht nicht ganz so gesund sind, wie manche dies gerne hätten, wies der Sachverständige Ing. Dr. Helmut Traindl bereits vor einiger Zeit nach. Wie Wochenblick schon im September berichtete, kam der unabhängige Experte zum Ergebnis, dass die Kohlendioxid-Konzentration unter bestimmten Bedingungen sehr wohl die erlaubten Grenzwerte teils deutlich überschreiten kann. Die WHO verneint diese Gefahr.

Gerade bei Kindern und Jugendlichen besteht dabei durchaus Grund zur Sorge – denn sie bemerken eine Abnahme der Qualität der Atemluft möglicherweise langsamer als die Erwachsenen. Wie viele Reflexe entwickelt sich dieses Feingefühl erst allmählich, auch die Sorge mancher Schüler, sich über Unwohlsein kein Gehör zu verschaffen, um nicht als Regelbrecher gebrandmarkt und zum Außenseiter gestempelt zu werden, könnte eine Rolle spielen.

Unklare Todesursache bei junger Maskenträgerin

Im Frühherbst, kurz nach Schulbeginn, gab es jedenfalls Meldungen über einzelne Todesfälle bei minderjährigen Schülern, die von Maßnahmenkritikern in eventuellen Zusammenhang mit der verpflichtenden Maskentracht gebracht wurde. Beim Tod einer 13-Jährigen in einem Schulbus im deutschen Büchelberg stand dieser Verdacht im Raum. Eine darauf folgende Obduktion konnte die Todesursache nicht abschließend klären.

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