Mut-Studentin verteidigt Sönnichsen-Vorlesung gegenüber der Uni Wien

Offener Brief zur Uni-Stellungnahme zur Corona-Ring-Vorlesung

Mut-Studentin verteidigt Sönnichsen-Vorlesung gegenüber der Uni Wien

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Die Geschichtsstudentin Cornelia Lehner wandte sich bereits mehrfach an den Wochenblick und begeisterte die Leserschaft mit ihren kritischen Briefen an die Universität Wien. Die mutige Studentin steht gegen die G-Zwangspolitik an den Unis auf, in der Corona-Politik verortet die angehende Historikerin “das Ende einer jeden Demokratie”. Von Anfang an stand Lehner hinter der Corona-Ring-Vorlesung mit Prof. Dr. Sönnichsen und nahm an dieser auch Teil. Sönnichsen wurde erst letzte Woche aufgrund seiner fachlichen Kritik an den experimentellen Impfstoffen von der Med-Uni gekündigt. Zuvor war er als Leiter des universitären Public-Health-Zentrums renommiert. Zwischenzeitlich wurde eine verfemende Stellungnahme zur Ring-Vorlesung durch mehrere Geschichtsinstitute veröffentlicht, die mittlerweile wieder zurückgezogen wurde. Lehner bezieht in ihrem neuesten Offenen Brief kritisch – wie gewohnt – Stellung.

Sehr geehrte Professorinnen und Professoren des Instituts für Geschichte an der Universität Wien!

Wien, 20.12.2021

Bereits zum dritten Mal darf ich mich auch heute erneut mit einer kleinen Anmerkung zu den momentanen Geschehnissen an der Universität Wien an Sie wenden. Nachdem die Ring- Vorlesung „Corona – eine transdisziplinäre Herausforderung“ bereits vor deren Beginn in den Medien und bald nach den ersten Vorlesungseinheiten von der Studienvertretung Geschichte massiv angegriffen wurde, wurde von Ihrem Institut und dem Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte nun am 15.12.2021 ebenfalls eine distanzierende Stellungnahme dazu abgegeben.

Während die Stellungnahme auf der Website des Instituts für Geschichte nicht mehr abrufbar ist, findet sich dort allerdings noch ein Appell an Studierende, sich impfen zu lassen. Nun aber zu Ihrer Stellungnahme: Sie versichern zunächst die Wichtigkeit eines wissenschaftlichen und vielseitigen Zugangs zur Corona-Thematik und halten dann fest, dass Sie zu dem Schluss gekommen seien, dass die Vorlesungsreihe „diesen Ansprüchen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht gerecht wird. Die in der Vorlesung geübte einseitige Kritik an “Schulmedizin”, Wissenschaft und Medien trägt aus unserer Sicht zur weiteren Polarisierung der Gesellschaft bei und dient der beschwichtigenden Umbewertung der pandemischen Situation inÖsterreich.“ Nähere Belege für angeblich verharmlosende Inhalte werden dabei von Ihnen nicht angeführt. Ich habe die meisten Vorlesungseinheiten persönlich angehört und konnte bei keinem einzigen Vortragenden eine „beschwichtigende Umbewertung“ feststellen. Im Gegenteil, stets wurden die Aussagen der Vortragenden in guter wissenschaftlicher Manier mit Studien und handfesten Quellen belegt. Ihre verallgemeinernde Distanzierung zu den Inhalten ohne konkreten Beleg kann ich daher nicht nachvollziehen.

Man mag zu der Corona-Debatte stehen wie man will. Aber angesichts der momentanen Welle an Kündigungen (ArbeiterInnen, Krankenschwestern, Hochschulangestellten oder ÄrztInnen) aufgrund von öffentlichen Meinungsäußerungen, die nicht dem dominanten Narrativ entsprechen, sollten nun langsam alle Alarmglocken schrillen. Und dabei erscheint es geradezu wie ein Hohn, wenn Sie auf Ihrer Website im selben Atemzug einen Spendenaufruf für ein Denkmal für […] von der Universität vertriebenen Studierenden und ProfessorInnen der Universität Wien veröffentlichen. Man muss sich bei solchen Aktionen ja schon fragen, inwieweit man am Institut den eigenen Untersuchungsgegenstand begriffen hat und fähig ist, die eigenen Erkenntnisse aus der Vergangenheit in die Gegenwart zu versetzen. In Zeiten, in denen an vielen Unis bereits eine 2G-Pflicht diskutiert wird oder Realität ist, erscheint mir dies ein widersprüchliches Zeichen Ihrerseits zu sein.

Ich hoffe, dass Sie in naher Zukunft vielleicht einmal die Büros des Instituts verlassen und eventuell an einem Samstag mit offenen Augen durch Wien spazieren. Sie werden Szenen erleben, die wir alle noch vor ein paar Monaten für unmöglich gehalten hätten – Menschen, die für das Recht auf persönliche Entscheidung über ihren Körper von ihrem demokratischen Grundrecht der friedlichen Meinungsäußerung Gebrauch machen, werden von einigen PolizistInnen aktiv daran gehindert, MedienvertreterInnen verdrehen offenbar bewusst die Tatsachen, kritische Stimmen werden – wie auch in Ihrer Stellungnahme – oftmals ohne Beleg und anscheinend ohne wirklich eingehende Auseinandersetzung abgewiesen. Von Ihrer Seite her stimmt mich das besonders bedenklich, da gerade wir als HistorikerInnen ein wunderbares Werkzeug als Hauptmerkmal unseres Berufs haben – das kritische Analysieren und Hinterfragen von scheinbar klaren Geschehnissen.

Ich bitte Sie, kehren wir wieder zurück zu diesem kritischen Hinterfragen und wirklicher Auseinandersetzung mit allen uns zur Verfügung stehenden Quellen.

Beste Grüße,

Cornelia Lehner

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