Mut-Unternehmer zahlt Ungeimpften im Fall einer Quarantäne weiter Lohn

Gegen Spaltung und Zweiklassengesellschaft

Mut-Unternehmer zahlt Ungeimpften im Fall einer Quarantäne weiter Lohn

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Der Inhaber einer EDEKA-Filiale im sächsischen Bautzen sorgt mit einem Vorstoß der Menschlichkeit für Aufsehen. In einem Rundschreiben an seine Mitarbeiter stellt er klar, dass er ungeimpften Mitarbeitern im Fall einer Quarantäne weiterhin den Lohn bezahlen werde. Hintergrund ist, dass ab 1. November in Deutschland für Ungeimpfte in Quarantäne keine Lohnfortzahlung mehr zu leisten ist.

  • Ab 1. November in Deutschland: Ungeimpfte in Quarantäne bekommen keine Lohnfortzahlung
  • Mut-Unternehmer findet das moralisch falsch: zahlt Ungeimpften im Quarantänefall freiwillig weiter Lohn
  • Er will übergriffigem staatlichem Fehlverhalten mit Menschlichkeit begegnen
  • Unternehmer spricht sich für informierte Entscheidung aus – auf Basis der Abwägung persönlicher Risiken
  • Mut-Unternehmer ist gegen Spaltung der Gesellschaft und für selbstständige Entscheidung
  • Stllungnahme von EDEKA

Von Christoph Uhlmann

Weitere Verschärfung des Corona-Regimes

Wie Wochenblick berichtete, werden in Deutschland die Impf-Zwangsmaßnahmen drastisch verschärft. So tritt mit 1. November eine Regelung in Kraft, die besagt, dass ungeimpften Mitarbeitern im Falle einer Quarantäne kein Entgelt für diesen Zeitraum zusteht. Ein positiver Test im Umfeld, wie z.B. der Familie, reicht aus, um die Zwangsisolation zu verhängen, selbst dann, wenn der Betroffene einen negativen Test vorweisen kann. Daran zeigt sich wieder einmal, dass es hier niemals um gesundheiliche Überlegungen gehen kann, wenn das Corona-Regime derartige Neuregelungen diktiert. Der Inhaber eines EDEKA-Marktes in Bautzen stemmt sich allerdings mutig gegen dieses „moralisch fragwürdige“ Vorgehen, wie er in einem Rundbrief an seine Mitarbeiter festhält.

Menschlichkeit gegen übergriffiges staatliches Fehlverhalten

Er werde als Inhaber diesem übergriffigen staatlichen Fehlverhalten mit Menschlichkeit entgegentreten. Niemand solle aus wirtschaftlicher Not, oder aus Angst um seine persönliche Freiheit einen Eingriff in seine körperliche Unversehrtheit hinnehmen müssen, zeigt der Unternehmer einerseits Rückgrat und andererseits eine nicht nur vorgespielte soziale Ader. Der Mut-Unternehmer betont, dass eine Impfung ausschließlich aufgrund einer freien „Willensentscheidung auf Basis der Abwägung persönlicher Risiken“ erfolgen sollte.

Keine Spaltung, sondern freiwillige Lohnfortzahlung

Der Markt-Inhaber stellt unmissverständlich klar, dass jeder Mitarbeiter, der sich aus gesundheitlichen oder auch persönlichen Gründen nicht die bedingt zugelassene Spritze verpassen lassen möchte und in Quarantäne muss, keine Angst haben muss, auf seinen Lohn verzichten zu müssen. „Sollten Sie als ungeimpfte Person wegen eines Coronafalles in Ihrem Umfeld in Quarantäne müssen, werde ich Ihnen für diese Zeit freiwillig Lohnfortzahlung gewähren.

Widerständige Mut-Unternehmer werden immer mehr

Der Mut-Unternehmer mit Herz steht sicherlich nicht alleine da mit seiner Sichweise. Wie Wochenblick berichtete, haben sich Mut-Unternehmer aus allen Branchen beispielsweise im Unternehmerverzeichnis ANIMAP vernetzt und treten gegen die gesellschaftliche Spaltung, die die Regierungen geradezu verzweifelt suchen voranzutreiben, auf. In Deutschland haben sich bereits 7.738 Unternehmen dort eingetragen, in Österreich sind es 1.365. Der Widerstand unter den Unternehmern wächst also unaufhaltsam weiter. Ein anderer EDEKA-Unternehmer ist beispielsweise im Verzeichnis bereits eingetragen.

Selbstständige Entscheidung treffen

Auch der EDEKA-Inhaber aus Bautzen würde dort gut hinpassen. Er schließt sein Rundschreiben mit anerkennenden Worten für seine Mitarbeiter und macht noch einmal klar, dass er gegen diese Spaltung der Gesellschaft eintritt. „Ich bin stolz auf alle Mitarbeiter“, schreibt er und er sei „allen in gleicher Weise dankbar, egal ob geimpft oder ungeimpft. Bleiben Sie gesund und treffen Sie Ihre Entscheidung selbstständig.“

Stellungnahme von EDEKA

Wochenblick hat um eine Stellungnahme des Mut-Unternehmers gebeten und eine Antwort von EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen erhalten, die wir unseren Lesern natürlich nicht vorenthalten wollen:

Wir können die Echtheit des vorliegenden Schreibens bestätigen. Die Kaufleute im genossenschaftlichen EDEKA-Verbund sind selbstständige Unternehmer und so auch eigenverantwortlich in ihrer Arbeitgeberrolle. Wir bitten um Verständnis, dass wir im Detail keine weiteren Informationen oder Hintergründe zur Aktion des Kaufmanns vorliegen haben.” Der Unternehmer “selbst ist derzeit außer Landes und bittet um Verständnis, keine Interviews geben zu können.”

Hier das gesamte Mitarbeiter-Rundschreiben des Mut-Unternehmers:

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