Nachhaltig ist nur die endlose Gier

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Nachhaltig ist nur die endlose Gier

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Hat uns Konsumenten die Corona-Krise bewusster werden lassen? Kaufen und wählen wir unsere Nahrung und unsere Konsumgüter bedachter? Achten wir auf Regionalität und Nachhaltigkeit? Viele von uns gewiss. Aber längst nicht alle!

Ein Kommentar aus der Redaktion

Nachhaltige Wirtschaft ist der Schlüssel

Gerade Bauern können feststellen, dass der Andrang im Corona-Lockdown stürmisch war, während er jetzt, nur wenige Wochen danach, wieder abgeflacht ist. Viele Konsumenten gehen wieder den bequemen Weg, shoppen im vertrauten Supermarkt, der jetzt – im Konsum-Normalzustand – wieder von früh bis spät seine Einkäufer empfängt.

Doch ist das wirklich vorausschauend? Ist diese Art, sich zu versorgen, auch nachhaltig? Für die große Weltwirtschaft ist in jedem Fall das Thema Nachhaltigkeit ein Schlüsselthema. Die auf unbedingte Gewinnmaximierung ausgerichtete Wirtschaft, die von immer neuen Rekorden und Verkäufen lebt, hat vor einigen Jahrzehnten festgestellt, dass die Märkte bald erschöpft sein könnten.

Kalkulierte Sollbruchstellen

Auch wenn der Wohlstand Millionen mehr Konsumenten geschaffen hat, sind die Verkaufsgüter, die der Handel absetzen kann, eines Tages endlich, und der letzte künstlich erschaffene Bedarf ist gedeckt. Das widernatürliche „immerwährende Wachstum“ käme so zum Stillstand.

Also haben findige Geschäftemacher die Verbrauchsgegenstände so konstruiert, dass sie ein geplantes Ablaufdatum haben. Eine kalkulierte Sollbruchstelle. Wenn Sie bei Ihrem Smartphone gewisse Updates nicht machen, wird die Leistung langsamer und schwächer. Und wenn Sie dasselbe Gerät nach 2–3 Jahren noch immer im Einsatz haben, dann wird auch hier die Leistung geringer.

Raubbau am Planeten

Sie werden dann zu einer Neuanschaffung gedrängt, und mit dem neuen Handy kommt gleich ein neues Akku-Ladegerät, viele neue (meist erforderliche) Adapter und Kabel müssen gekauft werden. Und weil heute ohne Mobiltelefon fast nichts mehr geht, müssen die Konsumenten jede Provokation mitmachen.

Nachhaltig? Fehlanzeige! Durch die Kurzlebigkeit von Artikeln wird ein unbeschreiblicher Raubbau an unserem Planeten betrieben, samt Vermüllung des Kontinents. Das Schikanieren der Konsumenten scheint angesichts dessen das geringste Problem zu sein.

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