Pfizer bezeichnet Israel als “Bananenrepublik” und stoppt Impf-Lieferung

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Weil Israel nicht zahlt

Pfizer bezeichnet Israel als “Bananenrepublik” und stoppt Impf-Lieferung

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In Israel ist der Großteil der Bevölkerung bereits geimpft. Nun kam es zu einem Lieferstopp durch Pfizer. Grund: 2,5 Millionen Impfdosen seien nicht bezahlt worden. Der Pharma-Riese reagiert mit Unverständnis und bezeichnet die Impf-Musterschüler-Nation als „Bananenrepublik“.

700.000 Ampullen der Pfizer-Spritze hatte Israel am letzten Sonntag erwartet. Vergeblich, denn Impfstoff-Produzent Pfizer ist verärgert und hat die Lieferung bis auf Weiteres eingestellt, berichtet die Jerusalem Post. 10 Millionen Impfdosen im Wert von rund 665 Millionen Euro wurden gemäß dem Vertrag aus dem November 2020 nach Israel geliefert und auch bezahlt.

Israel eine „Bananenrepublik“?

Als im heurigen Februar – nach der Massenimpfkampagne – der Impfstoff knapp wurde, handelten Israels Premier Benjamin Netanjahu und Pfizer-Chef Albert Bourla einen weiteren Liefervertrag aus. Von diesen neuen Lieferungen seien 2,5 Millionen Impfdosen noch nicht bezahlt worden, ließen Konzernsprecher nun aufhorchen. Wie es in einem „organisierten“ Land dazu kommen kann, wundern sich die Pfizer-Offiziellen und befürchten, dass der Konzern übervorteilt werden könnte. Israel sei eine „Bananenrepublik“, schlussfolgern sie.

Angst vor Zahlungsausfall wegen Chaosregierung in Israel

Grund für die Befürchtung eines Zahlungsausfalls scheint die gespannte politische Lage in Israel zu sein. Drei Wahlen in einem Jahr mündeten in eine konfliktreiche und wieder wackelige Regierungs-Koalition der Kontrahenten Netanjahu und Benny Gantz. Ministerpräsident Netanjahu ist mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert und Gantz will Justizminister bleiben, was Netanjahu zu verhindern versucht. Ein politisches Pulverfass.

Seitens Pfizer wurde erklärt, man arbeite mit der israelischen Regierung an einem neuen Vertrag für zusätzliche Impfstoff-Lieferungen. „Währenddessen können Lieferungen angepasst werden“, heißt es in einer Stellungnahme des Konzerns. Die für Anfang März geplanten Verhandlungen über neue Verträge wurden indes bis auf Weiteres verschoben. Israel muss womöglich mit weiteren Lieferausfällen rechnen.

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