Schweden-Premier rechnet mit Tausenden Toten

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Schwedens liberaler Corona-Kurs führt zur Katastrophe:

Schweden-Premier rechnet mit Tausenden Toten

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Die Corona-Gefahren wurden in Schweden lange ignoriert. Die rot-grüne Regierung setzte auf Appelle statt Einschränkungen. Doch mit der links-liberalen Entspannung ist es jetzt vorbei. Premier Stefan Löfven sagte unverblümt im Fernsehen, er rechne mit Tausenden Todesfällen im Land, bevor die Epidemie zu Ende sei. Gesundheitsministerin Lena Hallengren ist im Panik-Modus: das Land könnte auf eine medizinische Katastrophe zusteuern, gab sie zu.

Ein Kommentar von Kornelia Kirchweger

Chef-Epidemiologe: bedauerliche Erkrankungen

Schweden hat 10,2 Mio Einwohner. Bisher bestätigt wurden 6.000 Infektionsfälle. Am 11. März gab es den ersten Corona-Todesfall, mittlerweile sind 333 Menschen infolge einer Corona-Infektion gestorben. 469 Menschen sind in Intensivbehandlung. Man setze jetzt darauf, den Anstieg der Infektionen zu verzögern, um die Gesundheitsdienste nicht zu überlasten, sagte der Premier. Dazu wird es Maßnahmen geben. Man solle das aber nicht dramatisieren. Es ist allerdings die Umkehr vom bisherigen System, das der Staats-Epidemiologe Anders Tegnell empfahl: die Älteren schützen und isolieren, ansonsten entspannen. Die aktuelle Entwicklung bezeichnet Tegnell jetzt als „beunruhigend“. Die „Erkrankungen“ seien bedauerlich. Schwedens Strategie sei aber immer noch erfolgreich.

Bald keine Intensivbetten mehr

Die Menschen wurden nun gemahnt, soziale Kontakte zu meiden. Doch Restaurants, Schulen, Geschäfte, Fitnesscenter, etc. sind weiterhin geöffnet. Seit Montag sind aber die großen Skigebiete geschlossen, seit Donnerstag sind Besuche in Altersheimen untersagt. Denn in jedem dritten Altersheim in Stockholm wurden diese Woche Infizierte entdeckt. Erkrankte Ältere füllen die meisten Betten auf den Intensivstationen. Ein Arzt der Universitätsklinik Karolinska befürchtet, dass alle Intensivbetten in Kürze belegt sind. Dann müssen die Ärzte zwischen Leben und Tod entscheiden.

Ärzte: … fühlen uns als würden wir geopfert“

Die fühlen sich mittlerweile „als würden sie geopfert“. Sie und das Pflegepersonal müssen nun bis zu 48 Stunden arbeiten, dafür wird ihr Gehalt verdoppelt. Ihre Beschwerden wegen der nicht ausreichenden Schutzkleidung löste man mit einer Lockerung der Bestimmungen: langärmelige Kleidung und Gesichtsmasken sollen künftig nicht mehr in allen Phasen der Behandlung von Corona-Erkrankten Pflicht sein.

Regierung will Sonderbefugnisse

Angesichts der nahenden Katastrophe verhandelt die Regierung nun mit der Opposition über Sonderbefugnisse in der Corona-Krise. Sie will sich damit rasche, weitreichende Entscheidungen ermöglichen – etwa Einschränkungen im öffentlichen Leben, die Schließung von Restaurants, Geschäften, Flughäfen, etc. und den Zugriff auf eine Umverteilung von medizinischen Geräten.

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