Ramadan-Fest könnte Ursache für Infektionsausbruch gewesen sein

Freistadt entsetzt über Corona-Cluster in Volkssschule 1

Ramadan-Fest könnte Ursache für Infektionsausbruch gewesen sein

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Der von der Direktion über die Kinder und Lehrer der Volksschule 1 in Freistadt mit Nachdruck verhängte Corona-Test wie auch die angeratenen Einschränkungen der sozialen Kontakte wegen eines von Migrantenkindern verursachten Clusters erregt immer noch die Bevölkerung in der Bezirkshauptstadt im Mühlviertel.

Von Kurt Guggenbichler

Ereignet hat sich das Ganze bereits Anfang Mai. Am Freitag, den 30. April, hatten die Eltern der Kinder eine verstörende E-Mail der Schulleitung erhalten. Weil sich einige Schüler mit Covid angesteckt hätten, teilte man mit, gäbe es per behördlicher Anordnung am Montag eine Pflichttestung durch das Rote Kreuz. Wer nicht daran teilnehme, müsse mit einer behördlichen Abmahnung rechnen, bekamen die Betroffenen noch zu hören.
Aufgrund des Wochenendes und des Maifeiertages konnten die Mailadressaten keine Rücksprache mehr mit der Behörde halten, um sich zu vergewissern, dass die Testung für ihre Kinder auch wirklich notwendig ist. Daher formierte sich Widerstand unter den Eltern, weshalb am Testtag auch Polizei vor dem Schulgebäude aufgeboten war. Letztlich seien dann alle Tests auf „freiwilliger Basis“ erfolgt, heißt es.

Heimlichtuerei

Tatsächlich war ein Cluster unter etwa 40 Kindern, die fast alle aus türkischen Familien kommen, festgestellt worden, was aber einer größeren Öffentlichkeit weitgehend verheimlicht werden sollte, ärgern sich Freistädter Bürger. Denn nur an die Eltern der Volksschule 2 hatte die Stadtverwaltung ein in vier Sprachen verfasstes Schreiben verschickt, in dem sie vor weiteren Ansteckungen warnte und zugleich anordnete, die sozialen Kontakte außerhalb des eigenen Haushaltes einzuschränken und auf Besuche im Freundeskreis und erweiterten Familienverband zu verzichten.
Als Ursache für den Ausbruch dieses Cluster wird von vielen Freistädtern der Ramadan genannt, „weil da nachts alle zusammenkommen“, wie ein „Günter Tschitschi Heinrich“ im Internet schreibt. Dieser kritisiert auch die versuchte Geheimhaltung dieses Vorfalls. Laut Schulleitung dürfe niemand darüber reden, informierte er via Facebook.

Viersprachigkeit nötig

Auch Stadtrat Harald Schuh ärgert sich darüber wie auch über die Tatsache, dass man heute in Freistadt wichtige Botschaften in vier Sprachen verfassen müsse, um alle Bürger informieren zu können. Aus diesem Grund seien deutsche Sprachkenntnis für Migranten überaus wichtig, betont er, was der aktuelle Vorfall sehr deutlich mache. Mit Stichtag 1. Mai seien im Bezirk Freistadt (66.000 Einwohner) 137 Personen positiv auf Corona getestet gewesen. Doch allein in der Stadt Freistadt (8.000 Einwohner) waren 63 infiziert. Auch Schuh vermutet den Grund für diesen punktuellen Anstieg im Cluster der Volksschule 1.

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