Rückkehr zur Normalität: Tirols Ärztekammer-Präsident gegen Stich-Zwang

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Kastner: „Der Krisenmodus ist zu verlassen“

Rückkehr zur Normalität: Tirols Ärztekammer-Präsident gegen Stich-Zwang

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Kaum ist der Skandal-Präsident Thomas Szekeres abgewählt, scheint in der Ärztekammer ein Umdenken stattzufinden. Zumindest in Tirol. Frischen Wind dürften wohl die maßnahmenkritischen „Freien Ärzte Tirol“ rund um Univ.-Doz. Dr. Hannes Strasser gebracht haben, die bei der Wahl im Februar auf Anhieb drei Mandate erreichten (Wochenblick berichtete). Der neue Präsident der Tiroler Ärztekammer, Stefan Kastner, spricht sich nun offen gegen die Corona-Impfpflicht aus. Es gebe dafür keine Notwendigkeit, sagte er gegenüber der APA. Auch die derzeit bestehenden Quarantäne-Regeln seien nicht notwendig.

Kastners Vorgänger Artur Wechselberger hatte bereits im Februar sinngemäß das Gleiche gefordert: ein Aus für den Stich-Zwang, das Ende sämtlicher Maßnahmen und die Rückkehr zur Normalität! Wechselberger war auch von 2012 bis 2017 Präsident der österreichischen Ärztekammer und damit auch der Vorgänger von Szekeres im Bund. 32 Jahre lang war er an der Spitze der Tiroler Ärztekammer.

Frischer Wind in Tirols Ärztekammer

Mit Stefan Kastner an der Spitze der Tiroler Ärztekammer scheint nun ein Paradigmenwechsel in der österreichischen Ärztekammer greifbar. Kaum ist Skandal-Szekeres weg, kehrt offenbar zunehmend Vernunft bei der Standesvertretung der Ärzte ein. Der imposante Wahlerfolg der „Freien Ärzte Tirol“ bei der Kammerwahl in Tirol im Februar dürfte wohl das Seine zum Umdenken beigetragen haben. Denn diese treten, allen voran Dr. Hannes Strasser, für eine evidenzbasierte Behandlung von Covid-19 ein und sprechen sich vehement gegen den Stich-Zwang aus, wie Dr. Strasser im Wochenblick-Exklusiv-Interview Anfang Februar erklärte.

Kastner: „Krisenmodus verlassen“

Der neue ÄK-Präsident in Tirol erklärte nun laut einem Medienbericht, dass der Zwangs-Stich ohne einen angepassten Impfstoff keinen Sinn habe. Für ihn sei es nach mehr als zwei Jahren der Corona-Krise an der Zeit, eine gelassenere Sicht auf Corona zu entwickeln: „Der Krisenmodus ist zu verlassen“. Er machte in diesem Zusammenhang auch eine interessante Bemerkung: Er habe den Eindruck, dass es politisch gewollt war, das Thema weiter medial hochzukochen, um von anderen Dingen abzulenken. Ob er damit die buchstäblich unzähligen ÖVP-Skandale meinte, bleibt allerdings offen.

Corona wie Grippe behandeln

Abgesehen von Datenschutzproblemen durch die Einführung der Impfpflicht würden viele Menschen eine Geldstrafe in Kauf nehmen, wies Kastner hin. Dann wären erst recht härtere Sanktionen notwendig, so Kastner. Er spricht sich jedenfalls dafür aus, mit dem Coronavirus in Zukunft wie mit einer Grippe umzugehen. Es sei aber sinnvoll, eine Empfehlung für die Risikogruppen zur Auffrischungsimpfung auszusprechen, so der Tiroler Kammerpräsident.

Maßnahmen schrittweise fallen lassen

Die Maßnahmen Schritt für Schritt zu lockern und fallen zu lassen, hält Kastner für eine gute Idee. Bezüglich Quarantäne brauche es wieder mehr Hausverstand und Eigenverantwortung. „Wenn jemand krank ist, bleibt er oder sie zu Hause, also quasi in der selbst verordneten Quarantäne. Wie bei der Influenza auch“, erklärte Kastner.

Corona-Chaos

„Ich war schockiert, dass man für gewisse Szenarien keine Pläne in der Schublade hatte“, so der Chef der Tiroler Ärztekammer. So habe es bei der Wiedereinführung der Maskenpflicht beispielsweise sechs Tage gedauert, bis eine entsprechende Verordnung vorlag.

Ruhe nach Skandalen rund um Szekeres

Nach den zahlreichen Skandalen um Thomas Szekeres könnte nun wieder Ruhe in die Ärztekammer einziehen. Die Entwicklung in Tirol gibt diesbezüglich zumindest Hoffnung. Die Verfolgung andersdenkender Ärzte könnte dann endlich ein Ende haben. Denn sämtlichen Medizinern, die etwa über die Impf-Nebenwirkungen aufklärten, wurde pauschal ein Disziplinarverfahren angedroht. Renommierten Wissenschaftlern wie etwa Dr. Andreas Sönnichsen kostete diese Hexenjagd die Anstellung an der MedUni Wien. Und auch andere Ärzte wurden systematisch verfolgtmanche erhielten Berufsverbot, andere wurden zusätzlich sogar bis zur Auswanderung getrieben. Und Szekeres‘ Ambitionen wurden natürlich auch vom restlichen Corona-Regime unterstützt. So kam es bei impfkritischen Ärzten oder solchen, die Masken-Atteste ausstellten, zu Hausdurchsuchungen oder Konto-Sperren. Und auch menschenverachtende Chats, wie sie Wochenblick aufgedeckt hat, dürften dann wohl der Vergangenheit angehören.

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