Schikanöser Blödsinn: So unwissenschaftlich ist Rauchs Genesenen-Streichung wirklich

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"Impfen, impfen, impfen" als einzige Devise der Regierung

Schikanöser Blödsinn: So unwissenschaftlich ist Rauchs Genesenen-Streichung wirklich

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Inhalt

Mit einer neuen Verordnung, die ab dem 1.6.2022 gilt, hat unser Gesundheitsminister Rauch allen Ernstes bestimmt, dass Vollimmunisierungen mit nur einer Impfung und einem zusätzlichen Genesungsnachweis nur mehr bis zum 23.8.2022 gelten. Beim „Grünen Pass“ zählen dann nur mehr Impfungen.

Von Dr. Hannes Strasser, MSc

Besser und länger geschützt als Geimpfte

Mit dieser völlig willkürlichen Anordnung verhöhnt Minister Rauch, der sich ja „seine Impfung nicht schlechtreden lassen will“, endgültig die Wissenschaft. Denn gerade in den letzten Wochen und Monaten sind etliche wissenschaftliche Studien erschienen, denen zufolge Genesene deutlich länger und besser vor COVID-19-Erkrankungen geschützt sind als Geimpfte. Je nach Studie, die man konsultiert, wird die Frist auf 8–10 oder sogar 13 Monate beziffert.

Ein schwedisches Team hat vorbildlich früh in der Pandemie damit begonnen, einschlägige Daten von Genesenen zu erheben. Die daraus hervorgegangenen Publikationen zeigen, dass bei den untersuchten Personen ein robustes Immungedächtnis entstanden ist. Dies geht mit einer deutlichen Senkung des Reinfektionsrisikos für wenigstens 9 Monate einher. Das ist umso bemerkenswerter, als das Infektionsrisiko bei den untersuchten Patienten, vor allem Mitarbeiter im Pflegedienst, besonders hoch war.

Geht es der schwarz-grünen Regierung in Wirklichkeit darum, einen Impfzwang über die Hintertür einzuführen? Wochenblick klärte bereits auf:

Lange anhaltende Immunität bei Genesenen

Gerade Pflegekräfte stellen in Studien häufig die Kollektive der Genesenen, waren sie doch zu Beginn der Pandemie als erste hohen Viruslasten und -kontakten ausgesetzt. Dass deren Immunstatus sich nach durchgemachter Infektion als derart abwehrbereit gegen COVID-19 erweist, wurde schon früh in der Pandemie beobachtet und bestätigt sich nun sukzessive und immer öfter in deren weiterem Verlauf. Die schwedischen Autoren betonen, dass der Schutz unabhängig von der Schwere einer COVID-19-Erkrankung war – weshalb sogar asymptomatische Verläufe protektiv sein können.

Eine Arbeitsgruppe an der Cleveland Klinik bestätigt nicht nur eine hohe, sondern vor allem eine lang anhaltende Immunität Genesener. 85,7 % betrug die relative Risikoreduktion bei dem Kollektiv von insgesamt 11.186 positiv Getesteten, ein sehr hoher Wert. Die Risikoreduktion blieb stabil, 13 Monate lang. Damit sind diese Werte bei weitem besser in den aktuellen Publikationen zu den COVID-19-Impfungen, wo der Infektionsschutz schon nach wenigen Wochen verschwindet. Der Schutz vor einer Reinfektion hielt bei Genesenen den Beobachtungen aus Cleveland zufolge auch gegen neue Varianten an.

In einer Zusammenfassung der Studienlage von Ende 2021 wird die Schutzwirkung durch einen Genesenenstatus auf Risikoreduktionsraten zwischen 80,5 % bis sogar 100 % beziffert. Derzeit geht man von einer Schutzdauer von mindestens 10 Monaten aus. Dieser Zeitraum könnte es auch viel länger sein, denn es gibt noch keine längeren Beobachtungszeiten. Etliche Immunologen gehen davon aus, dass vermutlich ein lebenslanger Schutz bei Genesenen bestehen bleibt.

Geimpfte haben viel mehr Durchbruchsinfekte

Der Vergleich zu Geimpften fällt ebenfalls günstiger aus: geimpfte Personenen hatten im Vergleich zu denen, die eine Infektion überstanden hatten, ein um den Faktor 13,6 erhöhtes Risiko, eine Durchbruchsinfektion zu erleiden – in dem untersuchten Fall war es wieder die Delta-Variante. Geimpften drohte bei einer Infektion überdies eher ein Krankenhausaufenthalt als Genesenen. Genau das sehen wir momentan in unseren Krankenhäusern: seit Monaten liegen fast nur mehr Geimpfte in unseren Infektions- und Intensivstationen.

Bereits im November berichtete Wochenblick über die regelrechte Explosion des Geimpften-Anteils unter den Intensivpatienten. Dieser Anteil vergrößerte sich seitdem weiter.

Die Genesenen als Trumpf in der Pandemie

Daher mahnen inzwischen immer mehr Forscher, den offenbar günstigen Immunstatus der Genesenen epidemiologisch zu nutzen.  Den Genesenen gebührt ein mindestens ebenso freizügiger Status in puncto Zugang zu öffentlichen Events, zum Arbeitsplatz, in Geschäfte und bezüglich Reiseoptionen wie Personen mit entsprechendem Impfstatus, wenn nicht sogar mehr. In Wahrheit sind die Genesenen der Fels in der Pandemie.

Dazu trägt vor allem unser zelluläres Immungedächtnis bei. Man hat inzwischen zeigen können, dass SARS-CoV-2-spezifische T-Zellen bei bis zu 100 % der Infizierten schon kurze Zeit nach der Genesung zu finden sind.

Die Zahl der B-Zellen, die bei Genesenen Antikörper gegen einzelne Bestandteile des SARS-CoV-2-Virus und nicht nur gegen das Spike-Protein bilden, nimmt nach Genesung ebenfalls zu, um nach Monaten ein Plateau zu erreichen. Auch hier konnten die Patienten noch nicht länger als etwa ein Jahr nachbeobachtet werden. Es ist aber ebenfalls zu erwarten, dass auch schützende B-Zellen jahre-, vielleicht sogar lebenslang nachweisbar bleiben.

Genesene auch gegen Omikron besser geschützt

Schon jetzt gibt es Hinweise, dass Genesene nicht nur mit Alpha, Beta und Delta, sondern auch Omikron als der neuesten Variante sehr gut fertig werden können. Eine Studie aus Katar hat gezeigt, dass Genesene vor schweren Krankheitsverläufen oder einer stationären Einweisung in ein Krankenhaus bei einer Omikron-Infektion ähnlich gut oder besser geschützt sind wie bei jenen mit Alpha oder Beta, nur leicht schlechter als bei einer Delta-Infektion.

Und eine Meldung des Imperial College in London zeigt, dass Schutz besser und länger anhaltend ist als bei Geimpften, auch bei geboosterten Geimpften. Wichtig ist nicht zuletzt, dass inzwischen bekannt ist, dass auch genesene Kinder und Jugendliche mindestens genauso gut, wenn nicht noch besser vor Reinfektionen geschützt gelten wie genesene Erwachsene.

Es geht der Regierung nicht um Fakten

Mit ihrer Entscheidung hat die Regierung endgültig bewiesen, dass es ihr bei der Corona-Politik nicht um Wissenschaft, um die Gesundheit der Bevölkerung oder Fakten geht. Es geht der Regierung nur um eines: Impfen, Impfen und noch einmal Impfen. Mit allen Mitteln, koste es was es wolle. Ganz offensichtlich will die Regierung ihre bereits bestellten rund 70 Millionen Impfdosen gnadenlos an die gesamte Bevölkerung verimpfen, egal ob Genesene (fast 4,3 Millionen Menschen in Österreich!) viel besser geschützt sind als Geimpfte es jemals sein werden.

Mit seiner fundierten Expertise brachte Dr. Strasser beim Hearing im Parlament Rauch und Bioethik-Chefin Druml ins Schwitzen und in Erklärungsnot:


Dr. med. univ. Hannes Strasser, MSc, ist Facharzt für Urologie und Notarzt. Er ist Co-Autor des Bestsellers „Raus aus dem Corona-Chaos“ und Experte im Gesundheitsausschuss des Österreichischen Parlaments.  Seit Februar 2022 ist er Kammerrat für die „Interessensgemeinschaft Freie Ärzte Tirol“ in der Tiroler Ärztekammer.

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