Studie belegt: Nur zwei Prozent der Ungeimpften würden sich unter Zwang impfen lassen

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Impfpflicht-Fiasko droht

Studie belegt: Nur zwei Prozent der Ungeimpften würden sich unter Zwang impfen lassen

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Kommt die Impfpflicht in der Bundesrepublik? Oder nicht oder nur teilweise? Wie würde sie organisiert? Was wären Strafen für Impfunwillige? Und würden sich bislang Ungeimpfte überhaupt impfen lassen? Das sind alles ungeklärte Fragen – aber eine aktuelle Umfrage stellt die Sinnhaftigkeit einer Impfpflicht ohnehin ernsthaft in Frage, Stichwort „Impfbereitschaft“.

Von Achim Baumann

Der Berufsverband der Präventologen hat eine Studie beim renommierten Umfrageinstitut Allensbach in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse es in sich hat. „In einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung durch das Allensbach-Institut findet sich keine Mehrheit für die Impfpflicht bei der jungen und keine eindeutige Mehrheit bei der mittleren Generation. Auf die Frage, ob sie sich im Fall einer Impfpflicht impfen lassen würden, sagen nur zwei Prozent der Ungeimpften, sie würden dies tun. Die große Mehrheit will Bußgelder auf sich nehmen oder sich befreien lassen“, heißt es nüchtern auf der Internetseite des Verbandes und auch die WELT veröffentlichte bereits Ergebnisse der Studie.

Hammerergebnis: Trotz Pflicht lieber Bußgeld

Das aktuelle Allensbach-Ergebnis ist ein Fiasko für Impffanatiker und natürlich besonders für Karl Lauterbach. Die gesamte Diskussion über eine Impfflicht dürfte gegenstandslos sein, wenn die Mehrheit der Ungeimpften – bis zu 98 Prozent – sich ohnehin nicht impfen lassen möchte. „Mit diesem Ergebnis der Allensbach-Studie wird klar, dass die Impfpflicht die erhoffte Wirkung, einer Steigerung der Impfquote, nicht erreichen kann. Die Impfquote aus Österreich, nach Einführung der Pflicht, belegt diese Realität zusätzlich“, kommentiert Dr. Ellis Huber, Vorsitzender des Berufsverbands der Präventologen, überaus deutlich die Umfrage. Sechs von zehn Ungeimpften würden zudem die Impfpflicht durch Bußgelder oder Befreiungen unterlaufen, sollte sie denn kommen. Die Befragung vom Februar 2022 stützt sich auf 1.033 Interviews mit einem repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung ab 16 Jahre. 85 Prozent der Befragten waren vollständig geimpft, 70 Prozent hatten auch schon eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Auch andere Ergebnisse sind für Impffanatiker peinlich

Immerhin ein Viertel der geimpften Personen sprechen sich dezidiert gegen die Einführung einer Impfpflicht aus. Knapp die Hälfte der Bevölkerung bezweifelt sogar, dass man eine allgemeine Impfpflicht durchsetzen und die Einhaltung kontrollieren könnte. Und 34 Prozent meinen, dass eine Impfpflicht keinen Sinn ergibt, wenn es ständig neue Varianten des Virus gibt. Hingegen zeigt sich in der Umfrage die Sprengkraft einer staatlichen Pflicht zur Impfung: Knapp sieben von zehn Ungeimpften sagen, bei der Einführung einer solchen, würde ihr Vertrauen in den Staat leiden. „Die Ergebnisse zeigen, wie weit die Meinungen auseinandergehen, aber auch, dass Zweifel an der Durchsetzbarkeit besonders weit verbreitet sind“, heißt es in der Schlussfolgerung des Allensbach-Institutes.

Ob Konsequenzen aus der Studie gezogen werden?

Karl Lauterbach hat es nun schwarz auf weiß: Wenn die Impfflicht kommt, wird sie definitiv ein Fiasko, da sich die deutliche Mehrheit der Impfunwilligen nicht impfen lassen wird. Und eine Impfflicht würde die Kritik gegenüber Staat und Regierung noch erheblich anfachen. Bei den niedrigen Zustimmungswerten der Ampelkoalition könnte das für die Ampelparteien bei den anstehenden Landtagswahlen in diesem Jahr gefährlich werden. Nicht nur die aktuelle Coronavirus-Variante Omikron und der damit verbundene milde Verlauf, sprechen daher gegen eine Impfpflicht. Impfunwilligkeit und auch die unklare Umsetzung einer solchen Pflicht sprechen ebenfalls eindeutig gegen den Impfzwang. Aber ob der beratungsresistente Minister Lauterbach sachlichen Argumenten zugänglich sein wird?

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