Überwachung der Gastronomie: Big Ludwig is watching you

Werbung

Kurz vor der Wien-Wahl

Überwachung der Gastronomie: Big Ludwig is watching you

[responsivevoice_button voice="Deutsch Female" buttontext="Vorlesen"]

Kurz vor der Wien-Wahl versucht das „Rote Wien“, sich bei den Corona-Maßnahmen gegenüber der Bundespolitik zu profilieren – durch eine Überwachung der Wirtshäuser.
Gäste müssen sich beim Betreten eines Lokals registrieren und Namen, Telefonnummer und E-Mail-Adresse hinterlegen. Dies kann entweder auf einem Formular oder digital per QR-Code geschehen.

Kommentar von Alfons Kluibenschädl

Vier Wochen lang müssen die Gastronomen die Daten aufbewahren. Den Gästen ist dies angeblich lieber, als früher nach Hause gehen zu müssen, wie in Salzburg, Tirol oder Vorarlberg, wo mittlerweile bereits um 22 Uhr Sperrstunde ist. Der Plan kommt wenige Tage, nachdem die Stadt Wien mehrere städtische Stellen als „Corona-Tracer“ ausschrieb – quasi eine Art bezahlter Blockwart.

Es zeigt sich also erneut: Wenn man den Menschen nur lange genug erklärt, es ginge um ihre Gesundheit oder Sicherheit, sind sie jederzeit bereit, ihre Privatsphäre oder gar ihre Bürgerrechte aufzugeben. Ob die Daten bei einer nötigen Nachverfolgung wirklich irgendwann gelöscht werden oder doch über die Hintertür für andere Zwecke gebraucht werden, das steht in den Sternen. Dabei könnten diverse Branchen eine solche Registrierung gut gebrauchen, um daraus ablesen zu können, welche Vorlieben die Leute haben.

Aber das Kalkül kann auch in die Hose gehen: Denn neben der Möglichkeit, Fantasienamen in das Formular zu schreiben, können sich die Wiener auch in der Wahlkabine wehren.

Überwachung der Gastronomie: Big Ludwig is watching you TEILEN
Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on telegram
Telegram
Share on reddit
Reddit
Ähnliche Artikel
Schlagwörter
NEWSLETTER

Bleiben Sie immer aktuell mit dem kostenlosen Wochenblick-Newsletter!

Neuste Artikel