Unterstützungen laufen aus: Jetzt droht Ansturm auf Schuldnerberatungen

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Corona-Verlierer

Unterstützungen laufen aus: Jetzt droht Ansturm auf Schuldnerberatungen

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Durch die Corona-Politik werden in diesem Jahr noch unzählige Österreicher ihre Existenz verlieren. Für immer mehr Menschen werden bisher eingeräumte Zahlungsaufschübe schlagend und noch im Jänner werden viele staatliche Unterstützungen auslaufen. Österreichs Schuldnerberatungen bereiten sich jetzt auf den drohenden Ansturm vor: Sie rechnen mit einem Anstieg im Beratungsbedarf von 30 bis 40 Prozent.

Im Vorjahr ging der Beratungsbedarf bei Niederösterreichs Schuldnerberatung von 4.400 aus 2019 auf 3.600 zurück. Wie der Geschäftsführer der Schuldnerberatung Niederösterreich, Michael Lackenberger, gegenüber dem ORF erklärte, wird sich dieser Trend jedoch nicht fortsetzen.

Insolvenzwelle soll Mitte 2021 kommen

Denn der Rückgang ist einerseits auf das Ausweichen auf die telefonischen Beratungen und andererseits auf Zahlungsaufschübe zurückzuführen, die eine Beratung bei einigen vorerst nicht notwendig machten. Mitte 2021 soll ein neues Insolvenzgesetz kommen, auf das viele bereits warten würden. Lackenberger rechnet von da an mit einer Steigerung von 30 bis 40 Prozent und fürchtet: “Es könnte eng werden“.

Großer Bedarf auch in Deutschland

Auch in Deutschland rechnen Experten mit einem Anstieg im Schuldnerberatungsbedarf, denn auch dort treibt die Corona-Politik der Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit immer mehr Menschen in die Schuldenspirale. Eine parlamentarische Anfrage-Beantwortung des Sozialministeriums Rheinland-Pfalz ergab, dass sich auch zunehmend Studenten und Kleinunternehmer an die Beratungsstellen wendeten. Sie fielen bereits zuvor häufig durch das soziale Netz und landen deswegen leicht in prekären Situationen.

 

 

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