Weil China nicht liefert: Apple muss 10 Millionen iPhones streichen

Computerchips sind mittlerweile Mangelware

Weil China nicht liefert: Apple muss 10 Millionen iPhones streichen

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China ist der wichtigste Produzent von Computerchips und anderen elektronischen Bauteilen in der Welt. Wohl um ein Signal an den Westen zu senden, hat Peking die Produktion bzw. die Auslieferung von Computerchips gedrosselt (Wochenblick berichtete). Dadurch kommt jetzt auch Apple in Bedrängnis. Die Marke kann 10 Millionen Stück des neuesten iPhones nicht produzieren. Weltweit gibt es mittlerweile einen Mangel an Computerchips.

Von Berthold Krafft

  • Schon seit Jahresanfang sorgt China für eine künstliche Knappheit an Computerchips
  • Die meisten westlichen Elektronikkonzerne haben die Produktion nach Fernost verlagert: Das rächt sich jetzt.
  • Viele Firmen haben nun Produktionsschwierigkeiten. Apple muss fürs Erste 10 Millionen iPhones streichen.
  • Der Hintergrund dürfte der sich intensivierende Machtkampf mit dem Westen sein.

Produktion musste stillgelegt werden

Mit diesem aggressiven Verhalten hat China de facto einen Wirtschaftskrieg begonnen. Nun hat es auch ein Flaggschiff der westlichen Großkonzerne getroffen. Der amerikanische Computer- und Telefonhersteller Apple hat bekannt gegeben, dass die geplante Produktion des neuen Models der bekannten Marke „iPhone“ erst einmal um 10 Millionen Stück gedrosselt werden muss. Die Zulieferer Broadcom und Texas Instruments können nämlich wichtige Teile nicht liefern. Weil man Jahrzehntelang die Produktion von Elektronik nach Asien verlagert hat, sitzen die Chinesen jetzt am Drücker und können den Westen jederzeit erpressen. Schon im Juli hatte Apple-Chef Tim Cook eine Intensivierung der Lieferengpässe prognostiziert. Der Konzern geht derzeit davon aus, dass er für das Weihnachtsgeschäft zu wenig Ware haben wird.

China zeigt dem Westen seine Macht

Der Hintergrund für die Aktion der Chinesen dürfte eine Intensivierung des Machtkampfes mit dem Westen sein. Dieser Zeichnet sich schon lange ab und wird jetzt immer konkreter. Lange Zeit konnte China ungestört seinen Einfluss in Australien ausbauen. Auch von Einmischungen in die Innenpolitik schreckte man nicht zurück. Nun begann man aber sich dagegen zu wehren. Deshalb hat Peking reagiert und den Import von Kohle aus Australien eingestellt. Stattdessen kauft es jetzt überall sonst Kohle auf, was jetzt bei uns einen Mangel auslöst (Wochenblick berichtete).

Militärische Zusammenarbeit gegen China

Die USA und Großbritannien haben mit Australien einen Vertrag über den Bau von Atom-U-Booten abgeschlossen. Zudem haben vor kurzem die Seestreitkräfte von Japan, Indien, Australien und den USA gemeinsame Flottenmanöver gestartet und angekündigt, auch in Zukunft die militärische Zusammenarbeit auszubauen. Die Dominanz von China im südchinesischen Meer soll also herausgefordert werden. Wahrscheinlich lässt Peking deshalb die Muskeln spielen und demonstriert die Wirtschaftliche Macht des „Reichs der Mitte“.

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