Weil sie Zwangstest verweigerten: Betriebsräte durften nicht zu Fortbildung

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Die Sinnlosigkeit der Corona-Zwangstestungen wird immer deutlicher

Weil sie Zwangstest verweigerten: Betriebsräte durften nicht zu Fortbildung

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Bei einer Betriebsrätefortbildung der Gewerkschaft Bau und Holz im Linzer Jägermayrhof wurden vor einigen Wochen drei „Kollegen“ noch vor Beginn der Veranstaltung an die Luft gesetzt, weil sie den „auf freiwilliger Basis“ offerierten Covid-Schnelltest verweigerten.

Von Kurt Guggenbichler

„So schnell wie wir drinnen waren, waren wir auch schon wieder draußen“, räsoniert Christian Schnaitl (57) aus Ried/Innkreis. Schnaitl ist Arbeitnehmervertreter bei der Bau- und Transportfirma Burgstaller in Haag/Hausruck und wundert sich noch im Nachhinein über die Chuzpe der Kursveranstalter.

Völlig überrumpelt

„Ich war mit meinen beiden geschassten Kollegen, die ebenfalls bei der Firma Burgstaller beschäftigt sind, zum ‚Betriebsräte-Grundkurs A‘ eingeladen worden, wo unter anderem über die Kollektivvertragspolitik der Gewerkschaft sowie über das Urlaubs- und Abfertigungsrecht und weitere relevante Themen gesprochen werden sollte“, erläutert Schnaitl.

In dem Einladungsschreiben, das ihm und allen anderen zugegangen ist, sei auch darauf aufmerksam gemacht worden, dass es vor Ort die Möglichkeit geben werde, einen Covid-Schnelltest zu machen, selbstverständlich auf freiwilliger Basis. Der Hinweis „auf freiwilliger Basis“ war noch dick unterstrichen.

Doch als alle 16 Teilnehmer an dieser fünftägigen Fortbildungsmaßnahme im Jägermayrhof versammelt waren und der Kurs starten sollte, wurden vom Vortragenden  noch schnell FFP2-Masken überreicht sowie Zettel verteilt.

„Dabei handelte es sich um die vorgedruckte Zustimmungserklärung, sich auf Corona testen zu lassen“, erläutert Schnaitl, „und man forderte uns auf, diese Zettel auszufüllen. Wir waren einigermaßen perplex, weil doch von Freiwilligkeit die Rede war, weshalb wir drei auch unsere Zustimmung zum verlangten Test verweigerten.“

Dem Vortragenden wurde klipp und klar gesagt, dass man sich dieser „Zwangstestung“ nicht unterziehen werde.

Nicht mit uns

Leider hätte es zwischenzeitlich eine Novellierung der Covid-Verordnung gegeben, erklärte dieser, weshalb man nun nicht umhin könne, diesen Test durchzuführen. „Aber nicht mit uns“, sagten Schnaitl und seine zwei Kollegen und winkten ab, worauf der Kursleiter konterte: Dann könnten sie am Kurs nicht teilnehmen und müssten heimfahren.

Das Betriebsräte-Trio machte auf dem Absatz kehrt, womit der Fortbildungskurs schon von 16 auf 13 Personen geschrumpft war, noch ehe er begonnen hatte. „Es wäre völlig sinnlos gewesen, dabei mitzumachen“, betont Schnaitl, weil die meisten der verbliebenen Kursteilnehmer am Ende des Tages ohnehin nach Hause fahren und am darauffolgenden Morgen wieder in den Jägermayrhof kämen, wo sie sich dann aber keinem Covid-19-Test mehr unterziehen müssten.

Unverständnis

Nun fragen sich die drei Betriebsräte, was das Ganze eigentlich sollte?
Aber diese Frage, ist Schnaitl überzeugt, stellen sich mittlerweile ohnehin die meisten unserer Landsleute.

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