Wirt sauer: “Paket ist unzureichend und bevorzugt Systemgastronomie”

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Oberösterreichischer Gastronom lässt Unmut freien Lauf

Wirt sauer: “Paket ist unzureichend und bevorzugt Systemgastronomie”

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Wenige Tage vor der Öffnung der Gastronomie mehren sich die Stimmen, welche bezweifeln, dass die Maßnahmen der türkis-grünen Regierung der Branche helfen.

Unter großem medialen Jubel versprach die Regierung den Gastwirten des Landes jetzt ein Hilfspaket in der Höhe von 500 Millionen Euro. Dass dies aber wirklich die Richtigen entlastet, wird sich weisen. Kritisch darüber äußerte sich der oberösterreichische Wirt Michael Fürtbauer, der auch als geschäftsführender Landesobmann der Freiheitlichen Wirtschaft in unserem Bundesland auftritt, in einer Pressemitteilung.

Maßnahmen als “Tröpfchen auf den heißen Stein”

“Schaut man sich die Maßnahmen im Detail an, erkannt man, dass diese nur Tröpfchen auf dem heißen Stein sind und in vielen Fällen zu spät wirksam werden,” so das vernichtende Fazit von Fürtbauer. Einzelne Impulse, wie etwa die Halbierung der Umsatz-Steuer auf nichtalkoholische Getränke, würde dabei sogar Systemgastronomen gegenüber alteingesessenen Wirtsleuten bevorteilen.

Denn, so der Traunviertler Gastronom: “Gerade bei den Gasthäusern in den Ortzentren ist der Löwenanteil des Getränkeumsatzes auf den Verkauf von Bier und Wein zurückzuführen.” Weshalb man daher nicht etwa generell zeitlich beschränkt die Steuer auf sämtliche Getränke senke, bleibe somit “ein Geheimnis der Regierung.” Kritik übt der FW-Obmann auch an den neuerlichen bürokratischen Hürden, es müssten Kassensysteme nun plötzlich im Hinblick auf die Steuerveränderungen durchforstet werden.

Fürtbauer: Direktzahlungen für Gastronomie wichtig

Gleichzeitig würden aber auch zahlreiche weitere Maßnahme, wie etwa eine Erhöhung steuerlicher Pauschalisierungen, erst im nächsten Jahr wirksam. Fürtbauer befürchtet, dass dies für viele seiner Kollegen bereits zu spät sein könnte. Auch ärgert ihn der betriebsfremde Zugang: “Die Abschaffung der Schaumweinsteuer als Wirteförderung zu verkaufen, zeigt wieder, dass die Verantwortlichen noch keinen Tag in der Selbständigkeit gearbeitet haben.”

Viel wichtiger für regionale Gasthäuser für Ort wäre seiner Ansicht nach der Erhalt von Direktzahlungen. Nachdem man Unternehmern in ersten Pressekonferenzen mit “schönen Worten wie ‘koste es, was es wolle'” Hoffnung gemacht hätte, seien lediglich Ankündigungen gefolgt. Stattdessen hätte man viele Selbständige in der Folge zu Krediten gezwungen, so Fürtbauer abschließend.

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