In der Klasse eines neunten Jahrgangs einer Gemeinschaftsschule im südholsteinischen Kreis Steinburg wird ein Mädchen positiv auf Covid-19 getestet und vom Gesundheitsamt in Quarantäne geschickt. Tatsächlich leidet die Schülerin unter den typischen, wenngleich nicht dramatischen Symptomen – ein unangenehmes, aber keineswegs kritisches Krankheitsbild, das in vor-pandemischen Zeiten unaufgeregt als stinknormale Erkältung gewertet worden wäre. Die mittlerweile eingespielte Routine in der Pandemie – würden nicht die Anti-Corona-Beamten anschließend zu einem rücksichtlosen Rundumschlag ausholen, der sich zu einem veritablen Skandal ausweitet. Pauschal kriegen diejenigen Jugendlichen, die im Nahbereich ihrer Corona-positiven Klassenkameradin gesessen haben, ebenfalls Covid-19-Hausarrest aufgebrummt. Ein Mädel will das nicht widerstandslos schlucken: Sie macht einen Selbsttest, der prompt negativ ausfällt. Die Eltern der offenbar pumperlgesunden 15-jährigen reklamieren beim zuständigen Gesundheitsamt. Doch mit einer fadenscheinigen, ja geradezu grotesken Begründung lehnt die Behörde ab: Die „Influenza“ würde das Gesundheitssystem derzeit hoch beanspruchen. Trotz Negativbefund bleibt die Quarantäne aufrecht! 
  • Schülerin wird positiv auf Corona getestet und in Quarantäne geschickt, desgleichen diejenigen, die im Nahbereich in der Klasse gesessen haben.
  • Eine 15-jährige, die präventiv isoliert werden soll, macht Selbsttest, der negativ ausfällt. Eltern remonstrieren beim Gesundheitsamt, doch dieses lässt Quarantäne aufrecht.
  • Skurrile Begründung der Behörde: Gesundheitssystem sei „hoch beansprucht“ wegen „Influenza“.
  • Schwere Grippefälle aufgrund der Impfung?

Ein Gastbeitrag von Joachim Breisig

Die Schüler, die während der Unterrichtsstunden in der Nähe der „positiv“ Getesteten gesessen haben, werden per behördlicher Anordnung in häusliche Quarantäne geschickt. Eine der Betroffenen, die in vorsorgliche Isolation daheim gehen sollen, will sich nicht durch schlichten Verwaltungsakt zur potenziellen Gefährderin abstempeln lassen: Sie greift zum Covid-19-Selbsttest – und der fällt negativ aus. Als die Eltern deswegen gegen die flagrant überflüssige Maßnahme per Telefon beim Gesundheitsamt des Kreises Steinburg protestieren, wird das von den staatlichen Seuchenjägern aus der tiefen norddeutschen Provinz kaltschnäuzig abgeschmettert – unter Berufung darauf, dass es die nunmehr aktuelle Vorgehensweise des Gesundheitsamtes sei, im Gegensatz zur vorherigen Praxis ein „Freitesten“ von Quarantäneauflagen nicht mehr zu akzeptieren. Und auch das alternative Angebot eines PCR-Tests wird kategorisch abgelehnt.

Influenza als Begründung für Corona-Quarantäne

Laut der skurrilen Begründung diene die „… Absonderung Ansteckungs- und Krankheitsverdächtiger … der Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit des derzeit durch das Influenza-Geschehen hoch beanspruchten Gesundheitssystems über einen absehbar längeren Zeitraum hinaus“. Seit wann rechtfertigt eine Grippe Quarantänemaßnahmen? Nicht einmal im Zuge Hongkong-Grippe 1968/69, die weltweit laut Schätzungen 1 bis 4 Mio. Menschen dahingerafft hat, wurden Personen in Quarantäne geschickt – die Begründung kann man also nur als völlig absurd bezeichnen, denn von einer grassierenden Grippe-Welle ist weit und breit nichts zu bemerken, was sogar die vermeintlichen „Fakten-Checker“ von „Correctiv“ zugeben. Und auch der Blick auf Statista.de bestätigt: keine Influenza-Welle in Deutschland!

Statistik: Wöchentliche Anzahl von Influenza-Fällen in Deutschland nach Art der Viren in der Grippesaison 2020/2021 | Statista
Schwere Grippe-Fälle wegen Impfung?

Über das Risiko einer schweren Grippewelle war in der Wissenschafts-Community nach entsprechenden Studien schon spekuliert worden, auch der Wochenblick hat bereits darüber berichtet. Und dafür, dass jene Befürchtungen nicht aus der Luft gegriffen sind, sprechen beunruhigend viele Fälle im erweiterten Bekanntenkreis des Autors: Menschen, die sich zuvor gegen Covid-19 haben impfen lassen, erkranken wenig später an üblen grippalen Infekten, und zwar auffällig heftiger, als das zu dieser Jahreszeit zu erwarten sein sollte.

Corona oder Influenza?

Oder wird durch diese Anordnung deutlich, dass nicht wenige der Hospitalisierten, die jetzt angeblich wegen Covid-19 in den Krankenhäusern liegen, in Wahrheit Opfer einer gemeinen Influenza sind – und zwar als indirekte Folgen der Impfkampagne, die dazu geführt hat, dass Menschen, deren Immunsysteme durch Anti-Covid-Impfungen empfindlich geschwächt worden sind, von der klassischen Grippe niedergeworfen werden? Und soll durch das offizielle Narrativ, dass im Zuge steigender „Covid-19-Inzidenzen“ angeblich oder tatsächlich die gravierenden bis potenziell finalen Verläufe in den Krankenhäusern wieder zunehmen, gezielt verschleiert werden, dass es sich hierbei in Wahrheit um Influenza-Ausbrüche handelt?!

Es könnten ja die Betten knapp werden!?

Oder ist der seltsame behördliche Rückgriff auf ein angebliches „Influenza“-Geschehen bloß ein quasi „redaktioneller“ Fehler infolge schludriger Abfassung des Corona-Arrestes? Aber auch das wäre skandalös, bei einer derart einschneidenden Anordnung! Und noch aus einem weiteren Grund ist die „Begründung“ der Maßnahme absurd bis verdächtig. Im Weiteren wird nämlich in der Anordnung behauptet, dass deren Erlass deswegen notwendig sei, weil für „die stationären Einrichtungen … dringend der notwendige Spielraum geschaffen werden“ müsse, „um die erforderliche Leistungsfähigkeit für die zu erwartenden erhöhten Behandlungserfordernisse für an COVID-19 Erkrankte zu sichern“.

Auch diese „Argumentation“ ist fragwürdig: flugs wird von einer antizipierten Knappheit an Behandlungsbetten fabuliert, obwohl mittlerweile selbst die Mainstream-Medien nicht mehr bestreiten (z.B. hier, hier und hier), dass es in Deutschland sogar auf dem Höhepunkt der Pandemie keine kritische Knappheit an Intensivbetten gegeben hat. Und das verlogene Rekurrieren auf „zu erwartende“ Engpässe in den Kliniken an Behandlungsbetten wird aktuell auch dadurch ad absurdum geführt, dass selbst Vertreter der Mainstream-Medizin aktuell gerade NICHT behaupten, dass zwischen Flensburg, Frankfurt und München schon wieder ein Notstand in den stationären Einrichtungen drohe.

Weiß das Gesundheitsamt mehr als der Gesundheitsminister?

Und zu guter Letzt: Es wird behauptet, es seien wieder „erhöhte Behandlungserfordernisse“ für Covid-19-Erkrankte zu erwarten. Worauf stützt das Gesundheitsamt des Landkreises Steinburg diese Prognose? Wissen die mehr als der Gesundheitsbeauftragte der Berliner Republik, der unvermeidliche Herr Spahn? Angeblich sollen doch die „Impfungen“ wirken – wenn wir Herrn Spahn einmal beim Wort nehmen, und Vorstehendes dann mit der Folge, dass bereits mit der jetzt erreichten Impfquote eine Überlastung des Gesundheitssystems in Deutschland nicht mehr zu befürchten sei?! Oder ist es in den Gesundheitsämtern ein offenes Geheimnis, dass gerade deswegen, weil so viele Menschen „gegen“ Covid-19 „geimpft“ worden sind, eine massive Welle von schweren Influenza-Erkrankungen (sic) droht, nämlich als mittelbare Folge der Impfungen (sic), durch die bei vielen Menschen die Immunabwehr gegen andere Viren womöglich geschwächt worden ist?!

Korrektur am 4. September 2021:
In der ursprünglichen Version ist aufgrund von Kürzungen der falsche Eindruck entstanden, dass die positiv getestete Schülerin, die tatsächlich Covid-19-Symptome hat, dem Gesundheitsamt einen neuerlichen, aber diesmal negativen Test vorgelegt hätte. In der Tat ist es allerdings so, dass es eine ihrer Sitznachbarinnen in der Klasse war, die ebenfalls in Quarantäne geschickt wurde und einen Selbsttest machte, um sich aus der Quarantäne freizutesten. Dieser fiel negativ aus. Das Freitesten wurde vom Amt abgelehnt und mit dem „Influenzageschehen“ begründet, was die Sache nur noch absurder erscheinen lässt. Die ersten beiden Absätze wie auch die punktuelle Auflistung zu Beginn wurden aus diesem Grund korrigiert.

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