Nicht nur in Linz kam es zu gewalttätigen Szenen zwischen Kurden und Türken (Der Wochenblick wird weiter berichten). Nun kam es auch im deutschen Neuss (NRW) zu einem Großeinsatz der Polizei.

Weil eine türkische und eine kurdische Mannschaft zu einem Spiel der Kreißliga aufeinandertrafen, rückte ein Hundertschaft am frühen Donnerstagabend an, um den Sportplatz im Ortsteil Erfttal abzusichern. Trotz aller vorheriger Sicherheitsmaßnahmen wurde das Spiel abgebrochen…

Türkischer Spieler soll salutiert haben

Am Rasen standen sich die türkische Mannschaft „Anadolu 98“ und der kurdische Klub „KSV Mesopotamia“ aus Grevenbroich gegenüber. Bereits vor Anpfiff hatte es Hinweise gegeben, dass es zu Auseinandersetzungen kommen könnte. Laut Polizei verlief das Spiel vor 700 Zusehern zunächst unauffällig. Doch nach der Halbzeitpause ging es los… Laut „Anadolu 98“ sollen sich erst die Zuschauer beider Mannschaften gegenseitig provoziert haben.

In der 61. Minute stand „Mesopotamia“ mit nur noch zehn Spielern auf dem Feld. Vonseiten der Heimmannschaft („Anadolu 98“) soll es dann laut „Bild“-Zeitung zu einem umstrittenen Salut-Gruß gekommen sein. Mindestens ein Spieler der türkischen Mannschaft soll nach einem Tor salutiert haben. Die gegnerische Mannschaft verließ daraufhin das Feld.

Für Demo auf die Straße, nicht auf den Platz

Die türkische Mannschaft nahm Stellung zum dem Spiel. „Wir als Anadolu möchten Fußball spielen und diese Plattform nicht für politische Auseinandersetzungen anbieten. Heutzutage kann man für eine Demo sich bei der Polizei anmelden und auf die Straße gehen und nicht auf den Fußballplatz!“

Hinweise auf Straftaten wurden seitens der Polizei nicht bekannt.