Die beiden renommierten deutschen Sprachinstitute wandten sich mit Zahlen an die Öffentlichkeit, welche den vollmundigen Behauptungen der Regierung widersprechen. Nur zwei Prozent der Migranten würden die Ziele im Deutschkurs erreichen.

Das Deutschniveau B1 ist noch relativ niedrig angesetzt. Aus deutlich gesprochenen Sätzen sollen „wichtige Punkte herausgefiltert“, kurze Sätze wie „Ich habe Kopfweh“
gebildet werden können. Interessen und Wünsche können auf einfache Weise ausgedrückt werden.

Angaben weichen gigantisch ab

Dieses Niveau würde nach den Integrationskursen nur „ein überraschend kleiner Teil“ der Einwanderer, nämlich zwei Prozent, erreichen. Bei Personen, die bereits mehrere Kurse absolviert oder auch abgebrochen hatten, erreichten 8,6 Prozent das B1 Niveau. Das zuständige Amt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) behauptet hingegen unbeirrbar, 62 Prozent der Migranten würden nach dieser Ausbildung das B1-Niveau erreichen. Die Angaben weichen in einem gigantischen Ausmaß voneinander ab.

50 Prozent erreichen nicht einfachstes Niveau

Das BAMF kritisiert die Zahlen. Die untersuchten 38 Sprachkurse mit 502 Personen wären nicht repräsentativ. Dabei schaffte nach Angaben der Sprachinstitute mehr als die Hälfte der Teilnehmer nicht einmal das einfachere Niveau A2, als sie ein Bewerbungsgespräch führen mussten. Dabei erschüttert die Analyse des Leibnitz-Institutes speziell im Detail.

„Lange Aufenthaltszeiten in Deutschland wirken sich negativ aus“, schreiben die Forscher. Und weiter: „Die Spätausgewanderten und Unterprivilegierten haben die niedrigsten Chancen, im derzeitigen Kursformat das A2-Niveau zu erreichen.“