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Fotos: Pixabay / Bildkomposition "Wochenblick"

Die dänische Regierung hat jetzt eine klare Botschaft an muslimische Frauen im Land gerichtet: verweigert sie einen Job, weil sie auf das Tragen der religiösen Kleidung Burka und Niqab besteht, werden Sozialleistungen gestrichen.

Die dänische Regierung bezieht sich dabei auf einen Spruch des EU-Gerichtshofes (EuGH) vom März, der es Unternehmen freistellt, zu entscheiden, ob religiöse Symbole am Arbeitsplatz erlaubt oder verboten sind.

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Kürzungen angedroht

Religiöse, kulturelle oder moralische Überlegungen sind kein Grund für die Ablehnung eines Jobs, erklärte der zuständige Arbeitsminister Troels Lund Poulsen. Muslimische Frauen in Dänemark müssen daher mit der Kürzung oder Begrenzung von Sozialleistungen rechnen, wenn sie einen Job ablehnen, weil sie dabei keine Burka oder andere religiöse Kleidung tragen dürfen.

Die Burka ist ein „Ganzkörperschleier“, bei dem auch zumeist das Gesicht verdeckt ist. Der Niqab ist ein Gesichtsschleier, bei dem nur die Augen frei sind.

Es gab bereits Fälle

In zwei Städten gab es bereits solche Fälle. Der dänische Arbeitsminister will nun ein Schreiben mit den neuen Richtlinien an alle Bürgermeister im Land schicken.

Er erläutert dabei den EuGH-Spruch im Detail, um klarzustellen, dass diese Maßnahme keine religiös motivierte Diskriminierung ist.

Islam-Kopftuch unterteilt Menschen in „rein und unrein“

Die einwanderungskritische dänische Volkspartei (DF), zweitstärkste Kraft im Land, aber nicht in der Regierung, begrüßt die Maßnahme. Der EuGH-Spruch habe Klarheit für alle Unternehmen geschaffen. Burka und das islamische Kopftuch sind Ausdruck einer Ideologie, die Menschen in „rein und unrein“ unterteilt.

„Dagegen verwehren wir uns strikt“ und das sollten auch die Unternehmen tun, sagte Martin Henriksen von der DF. Es ist daher von großer Bedeutung, dass wir in Dänemark das Recht haben, „Nein“ zur Islamisierung zu sagen, betonte er weiter. Die DF will – ähnlich wie Le Pen – die Zuwanderung nach Dänemark stoppen und die Dänen über einen EU-Austritt abstimmen lassen.

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