Der Dalai Lama bekräftigte kürzlich in einem Interview erneut seine Ansicht, dass Europa für die Europäer sei. Er warnte davor, zu viele Migranten hier bleiben zu lassen. Denn sonst drohe ein „muslimisches“ oder „afrikanisches“ Europa. Das wäre unmöglich!

Ein Beitrag von Kornelia Kirchweger

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„Gebt ihnen Bildung und schickt sie dann heim“

Der buddhistische geistige Führer musste selbst 1959 den Tibet verlassen lebt seither als Flüchtling im indischen Bundesstaat Himachal Pradesh. In einem Gespräch mit dem britischen Rundfunk (BBC) meinte der 83jährige, nur eine begrenzte Zahl von Migranten solle in Europa bleiben dürfen. Europa solle Migranten aufnehmen und ihnen Bildung ermöglichen. Das Ziel solle aber sein, dass sie mit den neu erworbenen Fähigkeiten wieder ins eigene Land zurückgehen.

Der BBC-Interviewer fragte, was geschehen solle, wenn Migranten in den Gastländern bleiben wollen. „Eine begrenzte Zahl ist in Ordnung, aber dass ganz Europa möglicherweise ein muslimisches Land wird? Unmöglich. Oder ein afrikanisches Land? Auch unmöglich“.

Migranten sollen eigene Länder wiederaufbauen

Es war nicht das erste Mal, dass sich der Tibetanische Führer so äußerte. In einer Rede im schwedischen Malmö, vergangenen September, meinte er: „Nehmt sie auf, helft ihnen, gebt ihnen Bildung, aber macht ihnen am Ende klar, dass sie ihre eigenen Länder wiederaufbauen sollen. „Ich glaube, Europa gehört den Europäern“. Europa habe aber auch die moralische Verpflichtung, „einem Flüchtling zu helfen, dessen Leben tatsächlich bedroht sei“, sagte er damals bei einer Konferenz.