Während sich die türkis-grüne Bundesregierung für ein abgespecktes „Klimaticket“ für sechs statt neun Bundesländern auf die Schulter klopft, das nicht ganz das hält, was im Bundes-Wahlkampf großmundig versprochen wurde, dürfte es maßgeblich den Freiheitlichen in Oberösterreich zu verdanken sein, dass es überhaupt so etwas wie ein günstiges Öffi-Ticket in Bund und Land gibt. Diese pochten unerlässlich auf eine baldige Umsetzung der günstigen Netzkarte, waren treibende Kraft bei den Gesprächen mit dem Verkehrsministerium – und lösen mit dieser für Oberösterreich einmaligen Errungenschaft nämlich ein Wahlversprechen ein. Schon in den vergangenen Jahren wurde kräftig in den Öffi-Ausbau investiert, damit für die Bürger auch tatsächlich ein Mehrwert entsteht. 

  • Weite Teile des Bundeslandes können schon ab 1 Euro pro Tag bereist werden, das ganze Bundesland gibt es für 695 Euro
  • Je nach Version lohnt sich das Ticket schon ab 3-5 Zonen für den täglichen Gebrauch und bietet weitgehende Freiheit
  • Zigtausende Pendler sparen sich jährlich hunderte Euro, teilweise sogar weit über 1.000 Euro durch günstigere Öffi-Fahrpreise
  • Steinkellner zieht positive Bilanz der blauen Offensive beim Öffi-Ausbau und insgesamt bei der Mobilität, etwa bei Zulaufstrecken im Straßenbau.
  • Ziel der blauen, ganzheitlichen Vision ist es, dass alle Oberösterreich ein gutes Angebot vorfinden, damit sie die neue Netzkarte auch sinnvoll nutzen können.

Ab 1 Euro pro Tag: Entlastung für zahlreiche Pendler

Bereits ab 365 Euro – also für einen Euro im Tag kann man das ganze „Hoamatland“ befahren. Das heißt: Wer beispielsweise täglich Braunau nach Ansfelden pendeln muss oder in Linz oder Wels in Bahnhofsnähe lebt, profitiert von der günstigsten Netzkarte in einem heimischen Flächenbundesland. Wer zusätzlich nur einen der drei Stadtverkehre benötigt, zahlt zusätzlich zu den 365 Euro einfach die bisherigen Kernzonenaufschläge weiter (239 bzw. 256 Euro) und kommt gesamt auf 604 bis 621 Euro.  Wer das ganze Paket samt aller drei Stadtverkehr will, kann um 695 Euro in ganz Oberösterreich fahren. Gerade für Pendler birgt das einen großen Vorteil.

Wer etwa täglich aus Ried im Innkreis nach Linz pendelte, musste dafür bislang stolze 1517 Euro berappen – noch vor dem allfälligen Kernzonen-Aufschlag! Befahren werden durfte nur die aufgedruckte Strecke. Das, was er also bisher im Jahr zahlte, ist nach 2 Monaten bezahlt – und er kann etwa in der Freizeit noch so viel mit den Öffis fahren, wie er will. Schon ab drei Zonen ist das „kleine“ Ticket billiger als die alte Streckenkarte – das entspricht etwa einer Strecke von Riedau in die zugehörige Bezirkshauptstadt Schärding. Ab fünf Zonen – also etwa zwischen Pasching und Eferding – steigt man mit dem „großen“ Ticket bereits pari aus – und kann damit am Wochenende auch die Oma in Gmunden besuchen.

Blaue Öffi-Ausbau-Offensive in OÖ trägt Früchte

Völlig zurecht ist Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner also stolz darauf, dass mithilfe seiner kräftigen Fürsprache erstmals ein günstiges Öffi-Ticket möglich wurde. Zum Vergleich: In all den Jahren eines schwarz-grünen Arbeitsübereinkommens in Oberösterreich wurde darüber nur geredet. Es brauchte also die FPÖ in der Regierung im Land, damit den fleißigen Oberösterreichern dutzende, ja teilweise sogar über hundert Euro mehr pro Monat von ihrem hart erarbeiteten Einkommen übrig bleiben. Eine durchschnittliche Arbeiterfamilie hat eine jährliche Ersparnis von mitunter über 1.000 Euro – das zahlt vielleicht einen Familienurlaub.

Trotzdem erinnert Steinkellner an die Wichtigkeit des weiteren Ausbaus des öffentlichen Verkehrsnetzes im Bundesland, damit auch „möglichst viele Menschen die neue Netzkarte sinnvoll nutzen können“. Denn es sei ein Ziel, generell die Mobilität der Menschen zu verbessern. Durch seine Initiative und die seiner Partei habe man wichtige Straßen-Verbindungen und Donauquerungen seit 2015 umsetzen können, die Regionalbahnen retten können und habe die Schienen-Infrastruktur um 850 Millionen Euro modernisiert.

Ganzheitliches Konzept als Vision

Dass Infrastruktur das Um und Auf beim öffentlichen Verkehrs ist, ist Steinkellner ein ganz wichtiges Anliegen. Man müsse nämlich das Angebot insgesamt verbessern: „Unsere Vision ist es, mit dem Auto zur Park-and-Ride-Anlage und dann staufrei weiter in die Stadt zu kommen. Wir engagieren uns täglich dafür, dass attraktive Szenarien wie dies Realität werden können.“ Dafür geht es auch darum, mit einfachen Strukturen einen möglichst unkomplizierten und barrierefreien Zugang zu den ÖV-Angeboten zu ermöglichen.

Hier erlaubt er sich auch einen Seitenhieb auf die türkis-grüne PR-Maschinerie zu diesem Thema. Denn ihm selbst ist es wichtiger, mit beständigem Einsatz dafür zu sorgen, damit möglichst alle Oberösterreicher ein gutes Angebot vorfinden. „Ohne viele Marketing-Feuerwerke haben wir aus Liebe zu unserer Heimat sechs Jahre hart gearbeitet, um die Mobilität in Oberösterreich zu verbessern“. So konnte man erst kürzlich grünes Licht für den weiteren Ausbau des S-Bahn-Angebots im Mühlviertel erreichen. Alleine in den vergangenen beiden Jahren wurden 360 Mio. Euro für den öffentlichen Verkehr bereitgestellt. 

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