uwe sailer linz
Der sogenannte Datenforensiker sorgt mit diesem Beitrag für Entsetzen.

Wenn man an den Namen Sailer denkt, da mag einem in erster Linie der große österreichische Olympionike Toni Sailer einfallen, der mittlerweile bereits seit neun Jahren in Frieden ruht. Diese Totenruhe wurde im vergangenen Jahr kurz unterbrochen, weil Protagonisten des linken Medien-Mainstreams das Andenken des großen österreichischen Idols besudelten, in dem sie ihm einen Vergewaltigungsfall im kommunistischen Polen der 70er-Jahre andichten wollten, ohne irgendwelchen endgültigen Beweise vorzulegen.

Ein Kommentar von Chefredakteur Christian Seibert

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Ungeborenes beschimpft

Viele Leser empfanden die Geschichte als stil- und geschmacklos und taten ihren Ärger damals kund. Dass bei Linken der Grundsatz der offenen Grenzen auch in Sachen Anstandslosigkeit gilt, mag man ja in Österreich bereits gewohnt sein. Ein Individuum, welches ironischerweise auch den Namen Sailer trägt, hat sich nun jedoch einen Fehltritt geleistet, nach dem man nicht mehr einfach so zur Tagesordnung übergehen kann.

Uwe Sailer – eine Person, die vor wenigen Monaten noch von ÖVP-Landeshauptmann Stelzer, SPÖ-Landesrätin Gerstorfer und Bischof Manfred Scheuer einen „Solidaritätspreis“ erhalten hat, beschimpfte auf seiner Facebook-Seite „Dahamist“ das ungeborene Kind von Vizekanzler HC Strache und seiner Frau Philippa auf derart grausame Art und Weise, dass ich den genauen Wortlaut hier gar nicht wiedergeben möchte.

uwe sailer dahamist
Dieses verbitterte wie geschmacklose Posting schockte.

Stellungnahme abgelehnt

Der „Wochenblick“ bat Sailer um ein Interview sowie eine Stellungnahme zur Causa. „Schreiben Sie was Sie wollen, ich gebe zu Ihrer Anfrage keine Stellungnahme ab. Und wenn Sie mich ‚verarschen‘ wollen, meinetwegen, mein Ruf und Ihr Ruf, da sind wohl Welten dazwischen, Herr Rabeder“, antwortete Sailer unter anderem auf die Anfrage unseres Redakteurs Rene Rabeder.

„Solidaritätspreis“ für Hass-Poster

In welchem Geisteszustand sich eine Person befinden muss, deren Hass nicht einmal vor einem Fötus halt macht, darüber kann man nur mutmaßen. Was es über das Land Oberösterreich und die katholische Kirche aussagt, dass so einer Person auch noch Preise überreicht werden, darüber möchte ich jedoch durchaus ein paar Worte verlieren.

Dass sich der Ton der öffentlichen Debatte gegenüber der Regierung in letzter Zeit deutlich verschärft hat und da wie dort eine rote Linie überschritten wurde, haben aufmerksame „Wochenblick“-Leser in den vergangenen Wochen verfolgen dürfen. Es kann jedoch nicht sein, dass sich offizielle Funktionsträger des Landes in eine Hasskampagne, die neben FPÖ-Politikern auch wieder vermehrt auf den verstorbenen Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider abzielt, auch noch einreihen. Denn Sailer spottete in unfassbarer Weise über den bei einem Autounglück ums Leben gekommenen Ex-Landeshauptmann:

Uwe Sailer
Der sogenannte Datenforensiker Uwe Sailer fällt bereits seit geraumer Zeit durch teilweise äußerst aggressive Postings auf.

 

Wann distanziert sich Stelzer?

Ja, die Demokratie lebt von der Kritik an den Herrschenden, aber das unbescholtene Privatleben eines Politikers oder gar ein ungeborenes Leben haben in dieser Kritik nichts verloren. Zuvor vergebene Preise wurden jedenfalls nach Fehltritten andernorts auch schon einmal aberkannt und Karrieren nach dem Absetzen eines geschmacklosen Postings beendet.

Das weiß insbesondere die „türkise ÖVP“ aus der jüngeren Vergangenheit nur allzu zu gut („Wochenblick“ berichtete). Insofern erwarte ich mir gerade von Landeshauptmann Stelzer auch hier eine klare Distanzierung von einem Preisträger, der öffentlich Hass gesät hat…