Die Werbetrommel für die unausweichliche Corona-Impfung wird heftig gerührt – überall ist man damit konfrontiert. Als Erwachsener kann man, wenn man denn möchte, seine Fühler nach anderen Informationen ausstrecken. Als Kind ist man dem aber hoffnungslos ausgesetzt. Die Dauerbeschallung wirkt wie Gehirnwäsche.

Von Birgit Pühringer 

Keine Altersklasse entkommt noch der Impfwerbung. Systematisch werden die Altersgrenzen nach unten verschoben. Vom schwer vorerkrankten Pensionisten, der mit allen Mitteln geschützt werden muss über die gesunden Erwachsenen bis hin zu kerngesunden Jugendlichen und sogar Kindern. Bereitwillig soll sich jeder Jugendliche für ein bisschen „Freiheit“ impfen lassen, obwohl diese Altersgruppe von schweren Verläufen kaum betroffen ist. Trotz anderslautender Empfehlung der WHO werden Österreichs Kinder und Jugendliche auf die Impfung vorbereitet.

Angebot zur Impfung in den Sommerferien nutzen

Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch Bildungsminister Heinz Faßmann diese Propaganda aufgreift. Man müsse bedenken, Corona sei keinesfalls verschwunden, so der Minister. Wenn man nun die Ferien genießen möchte, dann bitte getestet. So würde jeder Schüler fünf Selbsttests in der letzten Schulwoche für die Ferienzeit erhalten. Zitat: „Wir alle schützen einander und unsere neu gewonnene Freiheit mit regelmäßigen Testungen.“

Es solle aber auch das Angebot genutzt werden, um Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren bereits in den Sommerferien impfen zu lassen. Die Impfung wird sowohl von der EMA (Europäische Arzneimittelagentur) und der österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde empfohlen. Die Impfung sei eine zusätzliche Option im Kampf gegen die Pandemie. (Das Schreiben liegt dem Wochenblick vor und kann hier heruntergeladen werden)

Normalität nur mehr mit Impfung?

Der Sanitätsstab in Niederösterreich geht in Abstimmung mit der Bildungsdirektion NÖ noch dreister vor. Dieses ist ebenso online abrufbar. Es ist davon die Rede, dass der Impfstoff für die Altersgruppe der 12- bis 15-Jährigen sicher und hoch effektiv sei. Von einer Nutzen-/Risiko-Abwägung ist nicht die Rede.

Dass die Geimpften Studienteilnehmer sind, wird ebenso nicht erwähnt. Die Impfung hat aufgrund der „Notlage“ eine bedingte Zulassung erhalten, die Studienphase 3 ist noch nicht abgeschlossen. Diese Studien laufen je nach Impfstoff bis 2022 oder 2023. Noch fragwürdiger die folgenden Behauptungen. Zitat: „Oftmals werden auch bei asymptomatischen Verläufen Fälle von „Long Covid“ beobachtet.“ 

Rückkehr zu einer gewissen Normalität nur mit Impfung

„Um wieder zu einer gewissen Normalität im Schulleben und auch im Privatleben zurückzukehren, um unbekümmert Freunde zu treffen und wieder in den Urlaub fahren zu können und um Ihren Kindern mehr Sicherheit zu gewährleisten, ist es wichtig, geimpft zu werden.“ Impfung als Voraussetzung für „Normalität“. Das ist also die Neue Normalität, die monatelang wie ein Mantra wiederholt wurde.

Abgesehen davon wird jetzt schon damit geworben, dass geimpfte Schüler keine sogenannten Nasenbohrertests mehr durchführen müssten. Ab dem 22. Tag nach der ersten Impfung (sie darf nicht länger als drei Monate zurückliegen) und ab der zweiten Impfung (wobei diese nicht länger als neun Monate zurückliegen darf). Von einem Leser wurde uns dieses Schreiben zur Verfügung gestellt. Dass es sich bei diesem Schreiben um einen Fake handelt, kann ausgeschlossen werden, da der Leser selbst beim NÖ Sanitätsstab nachgefragt hat. Auch diese Korrespondenz liegt dem Wochenblick vor.

Zitat aus dem Antwortschreiben: „Wir können Ihnen bestätigen, dass das untenstehende Schreiben vom NÖ Sanitätsstab verfasst und in Abstimmung mit Bildungsdirektion NÖ versendet wurde. 

Mit besten Grüßen XXX

Für den Sanitätsstab NÖ“

Ein kleiner Pieks für die Freiheit mit unvorhersehbaren Folgen

Durch den monatelangen, zwangsweisen Verzicht wurden die Jugendlichen in eine Lage gebracht, in der sie leicht steuerbar werden. Freunde treffen, Partys, Discobesuche, ja einfach das Leben genießen, ist menschlich und sollte zum Leben der Jugendlichen dazugehören. All das wurde ihnen genommen und jetzt werden sie mit kleinen Lockerungen und Versprechungen gelockt. Gelockt zu einer Impfung, deren Risiko ein Jugendlicher nie abschätzen kann. Dennoch dürfen sie ab 14 Jahren selbst über die Verabreichung dieser Impfung entscheiden.

Ist die Impfung wirklich solidarisch?

Die Argumentationsschiene läuft dann ungefähr so ab: Welcher Jugendliche will denn keine Freiheit? Wenn es diese nur mit Impfung geben kann, dann ist es halt so. Es findet ein ständiges Wiederholen der Floskeln wie „Schau auf dich, schau auf mich!“ als Slogan der „Solidarität“ statt. Dies wird nun mit den Impfungen weiter vorangetrieben. Jeder, der sich impfen lässt und selbst dadurch ein unkalkulierbares Risiko in Kauf nimmt, sei doch solidarisch. Jeder, der sich nicht impfen lassen möchte, weil ihm diese unausgereifte Impfung zu gefährlich ist, sei ein Gefährder. Und wer will denn schon ein Gefährder sein?

Impfpropaganda in Volksschulen

Die Propaganda macht aber auch vor Volksschülern nicht halt. Leserzuschriften zeigen die massive Manipulation, die bereits unter den Kleinsten vorangetrieben wird. In einer Volksschule hängen Kopien zu Corona und der Impfung als einzigen Ausweg. Diese Bilder sprechen für sich. Kinder werden mit Fragen auf die regierungsgetreuen Antworten getrimmt – zu hörigen Menschen erzogen. Eltern dürfen Schulen nicht betreten, da schulfremde Personen vor dem Gebäude zu warten haben. Eltern wissen also oftmals nichts von der Propaganda, die hier abläuft.

Eine Leserin stellte uns Fotos eines solchen Aushangs zur Verfügung:

Ferienzeit nur mehr geimpft?

Und auch in Zeitschriften wird mit der kommenden Zulassung auf für die Kleinsten geworben. Die österreichische Zeitschrift „Familii“ suggeriert ganz klar auch bereits den Kindern, dass es Urlaub nur mehr mit Impfung geben werde. „Geimpft in die Sommerferien?“ – So lautet eines der Themen auf dem Titelbild! Führt man sich nun diesen Artikel zu Gemüte ist eines ganz klar: Die 12- bis 15-jährigen seien nun mit der Impfung an der Reihe.

Die Sommerferien bieten dieser Altersgruppe die Gelegenheit sich impfen zu lassen. Der Antrag für die Zulassung der Gruppe der zwei- bis 11-jährigen Kinder würde im September erfolgen und für die Kinder von sechs Monaten bis zwei Jahren vermutlich Ende des Jahres.

Spiel mit den Gefühlen der Kinder

Der zitierte Experte, Dr. Zeitlinger, Leiter der Universitätsklinik für klinische Pharmakologie an der Med Uni Wien, glaubt, dass die Impfbereitschaft vieler Eltern hoch sein wird. Kinder und Jugendliche könnten so leichter wichtige soziale Kontakte pflegen. Zitat: „Kinder können dann auch wieder leichter ihre Großeltern besuchen, bei denen die Impfung vielleicht aufgrund des höheren Alters nicht so optimal gegriffen hat.“

Dieses perfide Spiel mit den Gefühlen der Menschen geht also weiter, ja es läuft auf Hochtouren. Komplett gesunde Kinder, die im letzten Jahr als Virenschleudern, als Gefährder für ihre Großeltern bezeichnet wurden, sollen nun geimpft werden. Aus Solidarität! Fragt sich nur, wem gegenüber es solidarisch ist, Kinder mit einem Impfstoff zu impfen, der nur bedingt zugelassen ist.

Demokratie oder Diktatur?

Bei all diesem staatlich aufgebauten Druck gegenüber den Eltern und deren Kinder drängt sich unweigerlich eine Frage auf: Ist das in einem demokratischen Staat zulässig? Demokratie bedeutet Volksherrschaft – das Volk ist der staatliche Souverän.  Die Gleichschaltung der Medien, die dauerhafte Propaganda in Schulen, in Werbespots ist eine bedenkliche Vorgehensweise in einer Demokratie. Dr. Lothar Wieler, Leiter des Robert.Koch-Institut in Deutschland, sagte bereits letztes Jahr, dass die Regeln nicht hinterfragt werden dürften.

Staatliche Erziehung durch Indoktrination

Solche Aussagen stimmen nachdenklich, denn derartige Vorgaben kennt man sonst nur aus diktatorischen Systemen. China gibt seinen Bürgern vor, was zu denken ist. In Schulen wird Autoritätsglaube gelehrt, es ist verboten, Lehrer und Bildungsinhalte zu hinterfragen. Uniformen prägen das einheitliche Bild. Auch in der DDR wurden systemgetreue Bürger bevorzugt, Selbstdenkende wurden gar als Staatsfeinde behandelt.

Bis hin zum Kindesentzug mussten „widerspenstige“ Eltern rechnen. Kinder und Jugendliche wurden nicht nur in der Schule durch die einheitliche Indoktrination in die gewollte Richtung gelenkt. Nein, auch in der Freizeit, in Jugendlagern und im Fernsehen wurde die Erziehung zu sozialistischen Bürgern fortgeführt. Demokratische Werte wie freie Meinungsäußerung und Eigenständigkeit bedrohen solche Systeme.

Das könnte Sie auch interessieren: