Für Pharmaunternehmen ist Corona ein Riesengeschäft. Wann besteht schon mal die Möglichkeit, die gesamte Weltbevölkerung durchzuimpfen. Und Kinder sind ein nicht unbeträchtlicher Teil davon. Ob die Impfung dabei überhaupt etwas nutzt oder ob nicht sogar die möglichen Nebenwirkungen den angeblichen Nutzen gar überwiegen, spielt dabei offenbar keine Rolle. Ganz ohne zwingenden Grund sollen die Kinder nicht abschätzbaren Gefahren durch ungenügend erprobte Impfungen ausgesetzt werden.

Die Studien, um Kindern eine Corona-Impfung verabreichen zu können, laufen schon länger. Denn bisher dürfen in der Regel erst Personen ab 16 Jahren ein Corona-Vakzin bekommen – so zumindest in Israel bei der Impfung von BionTech/Pfizer. Aber ob es sich um BionTech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca oder einen anderen Hersteller von Corona-Impfstoffen handelt, der Wettlauf um die Kinder hat schon lange begonnen. Immerhin handelt es sich um geschätzt ein Drittel (30,2 Prozent) der Weltbevölkerung, wovon 11,3 Prozent die 11- bis 17-Jährigen, 10,2 Prozent die 5- bis 10-Jährigen und immerhin 8,7 Prozent die 0- bis 4-Jährigen ausmachen. Daher gab auch Ende März diesen Jahres eine Sprecherin von BionTech – bei der Ankündigung nun auch Studien an Kindern von 6 Monaten bis 12 Jahren durchführen zu wollen – unumwunden zu: „Jüngere Kinder, die einen großen Teil der Weltbevölkerung stellen, spielen eine entscheidende Rolle in unserem Kampf gegen Covid-19“.

Kinder sind keine Infektionstreiber

Dabei stellt sich jedoch die Frage, welche bedeutende Rolle die Kinder dabei spielen sollen? Denn bisher zeigten sämtliche Studien, dass gerade Kinder im Infektionsgeschehen keine Rolle spielen. Sie sind weder Infektionstreiber noch sogenannte Super-Spreader – und sollten sie tatsächlich eine Corona-Infektion haben, sind deren Verläufe in den allermeisten Fällen symptomlos bis sehr milde. Dies bestätigten Studien und auch die Realität in Schweden. Kinder bis 15 Jahren gingen dort ganz normal in die Schule oder wurden von ihren Eltern weiterhin in Betreuungseinrichtungen gebracht, es gab auch sonst im Land ja keine Lockdowns o. ä. Wissenschafter des Karolinka Instituts in Schweden untersuchten die Entwicklung und kamen zu dem Schluss, dass Kinder unter 14 Jahren seltener angesteckt werden und auch umgekehrt nur selten jemanden anstecken. Kam es in Betreuungseinrichtungen wirklich zu Covid-19-Infektionen, gingen diese in den meisten Fällen von der Lehrkraft oder den Betreuern aus.

Studien sind eindeutig

Insgesamt wurden laut Studie zwischen dem 1. März und dem 30. Juni 2020 in Schweden 15 Kinder mit Covid-19 oder MIS-C – ein neuartiges Krankheitsbild, welches bei Kindern in Verbindung mit Corona auftritt – auf Intensivstationen behandelt, wobei vier der Kinder bereits Grunderkrankungen hatten. Dies waren 0,77 Intensivpflegepatienten pro 100.000 Kindern. Keines der Kinder starb in dem Zeitraum bis 2 Monate nach der Intensivbehandlung und die Ärzte sind guter Hoffnung, dass sich alle vollständig erholen werden.

Kinder sind nicht gefährdet

Auch eine Studie in München, bei der über einen längeren Zeitraum bei Kindern im Alter von 1 bis 11 Jahren an fünf Münchner Grundschulen und 6 Kindergärten regelmäßig Abstriche gemacht wurden, wobei auch die Lehrer und Erzieher ebenfalls eingebunden und untersucht wurden, kam zu dem Schluss, dass keine höhere Ansteckungsgefahr mit SARS-CoV-2 in Kindergärten und Grundschulen besteht. Zu ähnlichen Ergebnissen kamen auch andere Studien in Europa und auch in den USA, sodass schließlich auch die US-amerikanische Gesundheitsbehörde CDC die Empfehlung aussprach, Grundschulen und Kindergärten wieder zu öffnen. Ebenso zeigten die Schultests in Österreich, dass die Zahl der wirklich positiv getesteten Kinder zwischen rund 0,04 und 0,06 Prozent lag, bei circa 1,4 Millionen Tests an Schülern pro Woche. Von Kindern als Virenschleudern also keine Spur.

Impfkampagnen für Kinder und Jugendliche

Gegenüber den Plänen, all dieser Studien zum Trotz, Kinder und Jugendliche dennoch der Gefahr einer Corona-Impfungen auszusetzen, regt sich unter Eltern jedoch zunehmend Widerstand. In Israel – welches gemeinhin als Impfweltmeister bezeichnet wird, mehr als 50 Prozent der Bevölkerung ab 16 Jahren hat bereits die Corona-Impfung erhalten – sind viele Eltern skeptisch, was die Impfung ihrer Kinder betrifft. Eigentlich will Premierminister Benjamin Netanjahu so bald wie möglich auch mit der Impfkampagne für die Jüngeren starten. Denn bereits vor circa drei Wochen hat BionTech/Pfizer die Notfallzulassung seines Impfstoffs für 12- bis 15-Jährige in den USA und vor wenigen Tagen bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA beantragt. Der Antrag für Kinder ab sechs Monaten folgt vermutlich im Herbst, sobald die Studien abgeschlossen sind.

Viele Eltern sind skeptisch

Doch israelische Eltern zeigen sich derzeit wenig impffreudig, wenn es um den Nachwuchs geht. So wollen einer Umfrage zufolge nur 41 Prozent ihren Kindern ein Corona-Vakzin verabreichen lassen. 29 Prozent sind strickt gegen eine Impfung und 30 Prozent sind unsicher. Und auch die Ärzteschaft ist gespalten. Während die Vereinigung der Kinderärzte die Impfung empfiehlt, veröffentlichten 93 Mediziner einen offenen Brief, in dem sie sich gegen eine Kinderimpfung aussprachen. Das Hauptargument ist, dass Kinder kaum schwere Krankheitsverläufe haben und auch die Sterberate gegen null geht, Kinder also weder übermäßig gefährdet sind, noch als Infektionstreiber gelten – zumal auch allem Anschein nach die Impfung eine Weitergabe des Virus nicht verhindert. Daher stellen die Ärzte auch den Nutzen einer Behandlung infrage. Deren Folgen seien nicht absehbar, weil das Risiko von Nebenwirkungen noch nicht ausreichend untersucht sei. „Solche Studien dauern sonst Jahre. Der Impfstoff könnte langfristige Nebenwirkungen haben, die erst später auftreten“, so Yoav Yehezkeli, Spezialist für innere Medizin und Dozent an der Universität Tel Aviv und Mitunterzeichner des offenen Briefs. Dass dennoch von Seiten der Regierung Druck gemacht wird, anstatt auf den Appell der Ärzte zu hören und mit der Impfung für Kinder zu warten, lässt Yehezkeli einen Deal der Regierung mit BionTech/Pfizer vermuten, wie er gegenüber der „Welt“ erklärt.

Profiteure des Impfzwanges

Dies würde zumindest erklären, weshalb die Impfwut auch vor den Schwächsten in der Gesellschaft nicht haltmacht. Derzeit geht ein nahezu unbeschreibliches Medien-Trommelfeuer nieder, um die Corona-Impfung für Kinder zu propagieren. Dabei sind die Argumente, dass etwa die Impfung für einen geregelten Schulbetrieb notwendig sei, um dort Corona-Ausbrüche zu verhindern, wie der Epidemiologe und Professor für internationale Not- und Katastrophenhilfe
an der Akkon-Universität in Berlin Timo Ulrichs erklärt, durch die Studien mehr als hinfällig. Eltern sollten es sich daher genau überlegen, ob sie ihre Kinder ohne medizinische Notwendigkeit impfen lassen und damit eventuell schwerwiegenden und noch gar nicht abschätzbaren Langzeitfolgen eines ungenügend getesteten Impfstoffs aussetzen.

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