Sperrfrist 01.05. Das Linzer Wasserwunder
Bilder: Holzleitner

Der Pöstlingberg ist als Wallfahrtsort weltbekannt. Der wirklich magische Fleck am Linzer Hausberg befindet sich aber etwas tiefer: Um die im Wald versteckte, kaum bekannte „Mariengrotte“ und deren Quelle ranken sich allerlei Sagen und Gerüchte…

So soll das dortige Wasser Augenleiden heilen. Speziell im Frühling ist eine Wanderung zur stimmungsvollen Mini-Grotte ein Erlebnis. Wir waren dort!

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Mariengrotte

In der Nähe der 5. Kreuzwegstation auf dem Pöstlingberg befindet sich ein Felsenaufbau, in dessen Rissen und Spalten allerlei Pflanzen wuchern. In einem etwa zwei Meter tiefen Spalt befindet sich die „Mariengrotte“, in der unzählige Kerzen, Marienstatuen, Gipsengel und Rosenkränze abgelegt wurden.

Angeblich soll sich hier auch der Ursprungsort der Wallfahrten auf dem Pöstlingberg befinden. Ganz abgesehen davon: Einen Besuch in Form einer einstündigen Wanderung vom Linzer Hauptplatz herauf ist die Mariengrotte allemal wert. Ein Lourdes im Mini-Format.

Heilendes Wasser

Das Wasser heilt, speziell bei Augenproblemen. „Viele Leute gehen zu dieser Quelle, benetzen und waschen ihre Augen…“ berichtet ein Artikel aus dem „Volksblatt“ anno 1952. Bis in diese Zeit lieferte die Quelle auch teilweise das Wasser für die Schule und das Internat des Petrinums.

Etwa 100 Meter unterhalb der Quelle befindet sich eine zweite Quelle, der aber weniger Heilkraft nachgesagt wird. Das Wasser der Mariengrotte hat laut Erzählungen „höchstmögliche Schwingung“ und kommt mit seiner Heilqualität nahe an jenes von Lourdes heran.

Energie der Quelle

Speziell ältere Linzerinnen und Linzer steigen von der Stadt herauf und holen sich mit Rucksäcken das Wasser literweise nach Hause – obwohl angeblich auch schon ein kleines Fläschchen reicht: Denn mischt man es mit dem normalen Leitungswasser, nimmt dieses innerhalb von Sekunden die Energie der Quelle auf und wird ebenfalls heilend, heißt es.

Das Wasser wurde auch schon einer echten Analyse unterzogen: Dieser zufolge ist es physikalisch und chemisch gutes, sehr weiches Wasser. Verfehlen kann man die Quelle nicht: Sie liegt circa 300 Meter unterhalb der ehemaligen Pöstlingberg-Volksschule im Wald. Hilft‘s nix, schadt‘s nix… Prost!

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