Unser heutiger Gast ist ein Forscher und Arzt aus Gmunden: Dr. Karl Rumler. Verfechter der Gemüsebrühe. Klingt seltsam, ist es auch ein wenig. Aber wirksam, wie eine der aufwendigsten Recherchen des „Wochenblick“ beweist. Begonnen hat die Recherche irgendwann im Herbst: Hermann Martinz aus Eugendorf – „Wochenblick-Leser“ von der ersten Stunde an – ist begeistert.

Ein Bericht von Georg M. Hofbauer

Gut, das ist er immer, vor allem dann, wenn es um Gesundheitsthemen geht. Warum ich mir das Urteil erlaube? Ich kenne den Leser als meinen Cousin nun doch schon ein paar Jahrzehnte… Soweit zu den Zusammenhängen. Schließlich sind wir ja nicht beim ORF, wo familiäre Bande und son­stige Naheverhältnisse nur selten offengelegt werden. „Die Gemüsebrühe nach Dr. Rumler hilft – vor allem bei Rheumabeschwerden.

Hang zur Hartnäckigkeit

„Mach doch einmal eine Geschichte über den Arzt“, sagt der Wahlsalzburger mit steirischen Wurzeln.

Wenn das schon so eine Wohltat für den Körper sein sollte, dann muss es ja Informationen im Netz geben? Allerdings Dr. Google hilft in diesem Fall wenig: Denn „gepusht“ werden derartige Naturheilmethoden, die billig herzustellen sind, und den Pharmariesen keinen Nutzen bringen, selten.

Also, wenn die „vergessene Gemüsebrühe“ denn wirklich hilft und durch Mit-Teilen verbreitet werden kann, dann lassen wir uns darauf ein. Ich hatte übrigens auch keine andere Wahl. Denn mein Vetter aus Eugendorf besitzt eine – vermutlich genetisch bedingte – weitere Eigenschaft: Den Hang zur Hartnäckigkeit.

Wo, wann existierte Dr. Rumler, Karl. Raum Gmunden? Alles klar, das wird keine einfache Story.

Roter Rübensaft

In Gmunden beim Stadtamt wird zuerst abgewiegelt. Der Datenschutz – versteht sich… Doch dann der Treffer und das Rechercheteam wird größer: Ingrid Spitzbart, Leiterin des Kammerhof-Museums in Gmunden. Inmitten der ausgestellten Keramik-Gefäße des Museums parlieren wir über den Verbleib des „sagenumwobenen“ Dr. Rumler. Endlich die konkrete Spur: „Mein Vater war bei ihm in Behandlung.  So ungefähr bis zum Jahr 1970. Die Praxis war in der Badgasse.“

Aber in Gmunden sei das kein Thema mehr. „Er hat meinem Vater sehr geholfen, er riet ihm zum roten Rübensaft“, erinnert sich Ingrid Spitzbart. Um den Leser jetzt nicht weiter auf die Folter zu spannen: Zur „Gemüsebrühe-Therapie“ übergeben wir das Wort an den Initiator der Story, an Hermann Martinz.

Übersäuerte Ernährung

„Viele leiden zum Ausklang des Winters an Grippe, Bronchitis oder Gicht. Das hängt vor allem mit der übersäuerten Ernährung zusammen. Ich bin über den Salzburger Waerlandverein auf die Methode Rumler gestoßen. Ich hatte damals heftige Schmerzen in den Schultergelenken. Als ich mit dem täglichen Trinken des Gemüsesudes angefangen habe, verschwanden bald meine Schmerzen. Der Tee hat den PH-Wert sieben, dem Körper angepaßt.“

Hier die Anleitung für alle, die sich den entsäuernden, basischen Trank herstellen wollen: Karotten, Petersilien- oder Pastinakenwurzeln, Sellerie und Kartoffel samt Schale, alles würfelig schneiden. 30 Minuten in Wasser (Verhältnis 1:3) aufkochen. Den Sud trinken. Wohl bekomms’!

Falls Leser weitere Informationen zum Gmundner Arzt und Forscher haben sollten, freuen wir uns über Rückmeldungen.