Ohne Ross und Reiter zu nennen, kritisierte Wiens Bürgermeister (SPÖ) die Ausschreitungen in Wien als „inakzeptable Vorfälle“. Vizebürgermeisterin Hebein (Grüne), der bekannte kommunistische Autor Robert Misik und einige hochrangige Grünen-Politiker wurden selbst auf den PKK-nahen Demonstrationen in Favoriten gesichtet und wetterten gegen die Gegner, die „Grauen Wölfe“. Dabei weisen Antifa-Publizisten seit mindestens einem Jahrzehnt auf eine enge Verbindung zwischen SPÖ und Grauen Wölfen hin.

Im Prinzip geht es immer nur um Wählerstimmen. Vor allem ÖVP und SPÖ waren sich nie zu schade, auch in der türkischen Gemeinschaft auf Stimmenfang zu gehen. Dass man dort nicht nur Demokraten sondern auch Radikale findet, darf nicht überraschen. Aktuell wird von SPÖ und Grünen ein Bildchen verschickt, das Bundeskanzler Kurz mit jungen Türken zeigt, die stolz den inzwischen verbotenen Wolfsgruß in die Kamera machen. Auch Wortspenden, dass die „faschistische FPÖ“ die „faschistischen Grauen Wölfe“ begünstigen würden, sind nicht neu. Diese hängen sich an der umstrittenen Kandidatin Canan Brenner auf, welche in Salzburg für die FPÖ tätig ist. Diese Personalentscheidung aus der Ära Strache ist innerhalb der freiheitlichen Partei nicht überall gut angekommen.

Tatsächlich scheinen die stärksten politischen Bande zu den Grauen Wölfen aber bei der SPÖ zu bestehen. Die als extremistisch geltende türkische Vereinigung marschiert vor allem in Linz gerne am 1. Mai auf und wird vom dortigen SPÖ-Bürgermeister extra begrüßt. Der als linker Publizist im Umfeld der Antifa bekannte Thomas Rammerstorfer hat diesem Umstand umfangreiche Texte auf seiner Homepage gewidmet. Dort stellt er auch dar, dass SPÖ-Chefin Rendi Wagner im Hauptquartier der Grauen Wölfe Linz an der Wand hängt – in nächster Nähe zu den Faschistenführern Türkes und Bahceli. Rammerstorfer will Besuche von SPÖ-Politikern bei den Wölfen bis ins Jahr 2019 dokumentiert haben. Er hat im Dezember 2018 ein Buch veröffentlicht, welches das Wirken der seiner Meinung nach rechtsextremen türkischen Vereinigung in Deutschland und Österreich beschreibt.

Wer ein wenig im Internet surft, findet schnell eine Reihe von Quellen, welche sich mit dem Naheverhältnis der SPÖ zu den Grauen Wölfen beschäftigen:

Kurier: SPÖ heult mit Grauen Wölfen

DerStandard: Aufregung um Linzer SPÖ und Graue Wölfe

DiePresse: Promis: Linzer SPÖ steht rechtsextremen Grauen Wölfen nahe

Tiroler Tageszeitung: SPÖ Bundesrat mit Verbindungen zu Grauen Wölfen

Die SPÖ und die Muslimbruderschaft

Zudem werfen Kritiker der SPÖ seit langen Jahren vor, die nicht minder extremistische Muslimbruderschaft zu unterstützen und ihren Vertretern hochrangige Positionen in der Partei zu überlassen. Besonders auffällig ist hier der SPÖ Wien-Landtagsbgeordnete Omar Al-Rawi, der Kontakte zur Muslimbruderschaft, zur Hamas und zu Salafisten pflegen soll, wie in zahlreichen Kommentaren und Berichten weltweit dargelegt wurde. Er selbst leugnet diese Verbindungen. Verfolgt man Al Rawis Interviews, findet man Aussagen wie „sind … unsere Sympathien eindeutig auf Seiten der Palästinenser“ oder „Aber viele Muslime können keine moralische Legitimation Israels akzeptieren, die auf Verbrechen – dem Holocaust – beruht, die sie selbst nicht begangen haben.“ Solche Aussagen aus einer Partei, die sich jedes Jahr bei Gedenkfeiern als besonders moralisch hochwertig hervortut, haben schon eine gewisse Würze.