Noch vor drei Tagen verkündete das Regierungsteam der ÖVP einstimmig, dass es eine ÖVP-Beteiligung in dieser Bundesregierung ausschließlich mit Sebastian Kurz an der Spitze, also als Bundeskanzler, gebe. Dass es die Türkisen mit ihren Versprechungen nicht so genau nehmen, ist in ihren Amtszeiten bereits mehr als einmal deutlich geworden. Denn nicht nur Alexander Schallenberg als neuer Bundeskanzler steht bereits fest. Schallenbergs Nachfolger als Außenminister sei ebenfalls bereits bekannt. Der Diplomat Launsky-Tieffenthal. Keine Spur also von geschlossenem Rücktritt. 

Kommentar von Birgit Pühringer

  • Vor drei Tagen noch geschlossene Solidarität mit Kurz in der gesamten ÖVP
  • Gestern sein Rücktritt
  • Schallenberg als neuer Bundeskanzler
  • Peter Launsky-Tieffenthal als neuer Außenminister
  • ÖVP bekannt für ständige Wortbrüche

Gerade einmal 18 Stunden ist es her, dass Sebastian Kurz seinen Rücktritt als Bundeskanzler bekanntgab. Sofort mit dieser Verkündung stand ebenso sein Nachfolger fest. Der Ex-Diplomat Alexander Schallenberg. Bis dato Österreichs Außenminister. Wie nun aus Berichten bekannt wurde, dürfte auch dessen Nachfolger Peter Launsky-Tieffenthal bereits feststehen. Der Diplomat Launsky-Tieffenthal soll als neuer Außenminister im Gespräch sein. Derzeit bekleidet er das Amt des Generalsekretärs im Außenamt, war aber bereits während der türkis-blauen Amtszeit Regierungssprecher.

So klang das türkise Versprechen noch vor drei Tagen:

Österreich hat sich eine andere Regierung verdient!

Trotz ihrer Versprechen geschlossen hinter Sebastian Kurz zu stehen, räumen sie nicht das Feld. Jeder Mensch lernt bereits in der Kinderstube zu seinen Versprechen zu stehen. Dies gilt offensichtlich nicht für diese Politiker. Also für Menschen, die Verantwortung für unsere Republik tragen. Es ist mehr als offensichtlich, dass die ÖVP-Politiker an ihren Sesseln kleben. Spannend sind ja auch die Grünen, die offenbar unbedingt in dieser Regierung mit dem türkisen Partner verharren wollen. Keiner von ihnen wird den Weg freimachen für eine neue Regierung. Eine Regierung, die sich Österreich verdient hätte. Ohne Ermittlungen wegen Straftatbestände. Ohne Korruptionsvorwürfe, Bestechung, Untreue, Bestechlichkeit und ominöse Chatverläufe, in denen das Volk als „Pöbel“ bezeichnet wird. Waren da nicht auch noch diese Fotos, die auf einem gewissen Handy sichergestellt wurden?

Das könnte Sie auch interessieren: