Eine Statistik aus dem Innenministerium bestätigt, was Wochenblick-Leser längst wissen: Auf Österreichs Bahnhöfen tragen sich täglich die schlimmsten Straftaten zu. Doch der Blick in die Statistik macht sicher: bereits im ersten Halbjahr zeigte sich an Österreichs Bahnhöfen ein enormer Anstieg an gefährlichen Straftaten. Davon gingen mindestens 39,5% auf das Konto von Ausländern.

Wie gefährlich sind Österreichs Bahnhöfe wirklich? Das fragte der steirische Nationalratsabgeordnete Hannes Amesbauer (FPÖ) Innenminister Karl Nehammer (ÖVP). Dieser lieferte nun die erschreckende Statistik für das erste Halbjahr 2020.

Anstieg von 20% im ersten Halbjahr

Die Zahlen zeigen bereits jetzt einen starken Anstieg der Kriminalität an Österreichs Bahnhöfen von über 20 Prozent! So gab es bereits im ersten Halbjahr 11.141 Anzeigen an Österreichs Bahnhöfen. Im gesamten Vorjahr waren es 18.477. Satte 39,5 Prozent der Straftaten wurden von Nicht-Staatsbürgern verübt. Die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel wird für die Österreicher so zunehmend zum Spießrutenlauf, denn Körperverletzungen, Diebstähle und Suchtgiftdelikte stehen an der Tagesordnung.

1. Wien (30 Verbrechen pro Tag)

Wien Westbahnhof Kassahalle, Panorama.jpg

Die meisten Straftaten werden an den Bahnhöfen in der Bundeshauptstadt verübt. 5.793 Anzeigen gab es bereits im ersten Halbjahr in Wien. Im Jahr 2018 gab es 9.745 Anzeigen, 2019 war bereits ein Anstieg auf 9.813 zu verzeichnen. Entsprechend der Kriminalitätsexplosion im ersten Halbjahr dürfte 2020 die traurige Zehntausender-Marke bei der Bahnhofskriminalität in Wien überschritten werden. Das ergibt einen Schnitt von mehr als 30 Straftaten pro Tag an Wiens Bahnhöfen!

Die häuftigsten Delikte:

Sexualdelikte: 63
Raub/Diebstahl etc.: 4.112
Suchtgift: 610
Gegen Leib und Leben: 676

Gesamt: 5.793

2. Niederösterreich (7 Verbrechen pro Tag)

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Im ersten Halbjahr 2020 wurden an den Bahnhöfen Niederösterreichs bereits 1.357 Straftaten verübt. 2018 waren es noch im gesamten Jahr 1.857, im Folgejahr 2019 stieg die Kriminalität an den Bahnhöfen im Bundesland bereits auf 2.340 an. Im Schnitt passieren 7 Verbrechen pro Tag an Niederösterreichs Bahnhöfen und Haltestellen.

Die häuftigsten Delikte:

Sexualdelikte: 25
Raub/Diebstahl etc.: 973
Suchtgift: 159
Gegen Leib und Leben: 115

Gesamt: 1.357

3. Oberösterreich (6 Verbrechen pro Tag)

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Vor allem der Linzer Hauptbahnhof ist ein bekannter Kriminalitäts-Brennpunkt. Das schlägt sich auch in der Statistik nieder. Bereits im ersten Halbjahr 2020 wurden 1.208 Straftaten an Oberösterreichs Bahnhöfen verübt. Das sind fast genauso viele wie im gesamten Jahr 2018: 1.219. Im Jahr 2019 stiegen die Straftaten bereits auf 1.886 an. Hochgerechnet auf das gesamte Jahr 2020 ist entsprechend dieser Zahlen mit einem Anstieg von 6.6% im Vergleich zum Vorjahr. Aus Oberösterreichs Bahnhöfen und Haltestellen werden täglich rund 6 Straftaten zur Anzeige gebracht. 34,71% der Täter an Oberösterreichs Bahnhöfen hatten keine Österreichische Staatsbürgerschaft.

Die häuftigsten Delikte:

Sexualdelikte: 17
Raub/Diebstahl etc.: 689
Suchtgift: 280
Gegen Leib und Leben: 127

Gesamt: 1.208

Ausländerkriminalität an Bahnhöfen besonders hoch

Rund 40% der Straftaten wurden von Ausländern ohne österreichische Staatsbürgerschaft verübt. Die Dunkelziffer jener Straftäter, die bereits die Staatsbürgerschaft haben und dennoch primär in anderen Kulturen als der Österreichischen sozialisiert sind, ist unbekannt.

Unter den Ausländern traten vor allem Rumänen, Serben, Syrer, Afghanen, Türken und Tschetschenen im öffentlichen Verkehr kriminell in Erscheinung. 

Verkehrslandesrat fordert Gratis-Öffis für Uniformträger

Oberösterreichs Verkehrslandesrat Günther Steinkellner verwies in Bezug auf den Anstieg der Straftaten trotz zahlreicher Maßnahmen auf die „jahrzehntelange Willkommenskultur“. Die dadurch entstandenen Integrations-Herausforderungen würden „nicht von heute auf morgen und nicht zur Gänze mit mehr Sicherheitspersonal zu lösen sein.“

Steinkellner erinnerte dabei an sein innovatives Vorhaben, Uniformträgern (Bsp. Polizisten) das kostenfreie Benützen der öffentlichen Verkehrsmittel in Oberösterreich zu ermöglichen. Würden mehr Uniformträger die öffentlichen Verkehrsmittel auf ihrem Weg in die Arbeit oder Nachhause nützen, so könnten sie dadurch das subjektive Sicherheitsgefühl erhöhen, zeigte sich der Verkehrslandesrat überzeugt. Derzeit würden die Möglichkeiten einer solchen Initiative von einer länderübergreifenden Arbeitsgruppe geprüft werden.