Wochenblick-Redaktionsleiterin Elsa Mittmannsgruber ruft gemeinsam mit anderen freien Journalisten auf, am 31. Jänner in Wien für die Grund- und Freiheitsrechte auf die Straße zu gehen.

Für den 31. Jänner ist die nächste Großdemonstration in Wien geplant. Journalisten stehen bei Demonstrationen üblicherweise abseits. Wenn es aber um die Beschneidung von elementaren Grund- und Freiheitsrechten geht, wollen sie sich demnächst an die Seite der Demonstranten stellen.

Immer mehr freie und unabhängige Journalisten äußern ihre Sorge. Die hart erkämpfen Bürgerrechte würden willkürlich beschnitten werden.

„Meinungsfreiheit in Gefahr“ ruft Journalisten auf den Plan

Elsa Mittmannsgruber, Redaktionsleiterin des Wochenblick, kündigt an, am 31. Jänner gemeinsam mit anderen wirklich unabhängigen Journalisten in Wien zu demonstrieren. Der Grund: „Versammlungs- und Meinungsfreiheit ist 2021 in Österreich in Gefahr“, wie die Journalistin schreibt:

„Bürgerrechte, die wie die Pressefreiheit erst mühsam erkämpft werden mussten, werden heute unter dem Banner der ‚Corona-Ausnahmesituation‘ abgeschafft oder zumindest beschnitten. Als Journalisten stehen wir üblicherweise abseits und berichten in der Rolle des Außenstehenden. Doch das ist nun nicht mehr möglich. Denn nicht nur unsere Freiheit als Privatperson, sondern auch als Journalisten steht nun auf dem Spiel.“

Jammern und sich aufregen wäre aber zu wenig. Die Vergangenheit habe bewiesen, dass der Widerstand aus der Bevölkerung die Regierungspolitik sehr wohl beeinflussen kann. Die Beschneidung der Freiheitsrechte sei nicht länger hinnehmbar. „Dagegen müssen wir aufstehen. Wir stellen uns an die Seite jener, die für Bürger- und Freiheitsrechte friedlich eintreten“, so die Oberösterreicherin bestimmt.

Weitere Journalisten haben Verständnis für Protest

Immer mehr Journalisten glauben nicht länger, dass die Regierungsmaßnahmen – wie Dauer-Lockdowns und Einschränkung von Bürgerrechten – verhältnismäßig ist. Der freie Journalist Werner Reichel sagt gegenüber dem Wochenblick: „Es ist erschreckend, wie sehr diese Pandemie von der Regierung bzw. dem politmedialen Establishment genutzt wird, um Freiheits- und Bürgerrechte systematisch zu beschneiden.  

Dies geschehe „stets unter dem Vorwand, die Gesellschaft vor  ‚Covidioten‘, vor ‚Lebensgefährdern‘  schützen zu müssen. Bei der Diffamierung und Abwertung der Kritiker der staatlichen Corona-Maßnahmen scheinen immer mehr Hemmschwellen zu fallen. Individuelle Freiheit ist plötzlich zu einem einem Luxusgut geworden, das nur noch braven Bürgern zusteht.“

Warum die Journalisten-Kollegen der Mainstream-Medien die Vorgehensweise der Regierung decken? Reichel erklärt dies wie folgt: „Das hat zwei wesentlich Gründe. Dass Journalisten überwiegend  Linke sind und große Sympathien für die Grünen hegen, ist bekannt. Solange also die Grünen die Politik von Kurz mittragen, hat die Regierung von den Mainstream-Medien nichts zu befürchten.

„Zumal auch alle politischen Maßnahmen durchaus im Sinne der Linken sind: Zerstörung der Marktwirtschaft, Einschränkung der individuellen Freiheit, mehr Staat etc.  Außerdem sind mittlerweile praktisch alle großen Medien auf Zahlungen  des Staates angewiesen. Das schafft natürlich Abhängigkeiten“, so Reichel.

Magnet: „Millionen stehen nicht mehr hinter der Regierung“

Der Blogger und Kommentator Stefan Magnet hat ebenso für den 31. Jänner seine Teilnahme an der Demo in Wien angekündigt: „In den Propaganda-Sendungen des ORF und in der mit Abermillionen Euro fettgemästeten Kronen-Zeitung wird so getan, als wären nur ein paar Spinner gegen die heiligen Maßnahmen von Sebastian Kurz und seiner Regierung. Deshalb ist es wichtig, die Realität aufzuzeigen: Millionen stehen nicht mehr hinter dieser Regierung und ihrem Traum vom global-kommunistischen Zwang. Erst wenn ein guter Teil davon auf der Straße sichtbar wird, wird das Lügengebäude der Medien zusammenbrechen wie ein Kartenhaus.“

Die Österreicher seien an sich demonstrationsfaul, daher wäre es umso erstaunlicher, dass jetzt bereits Zehntausende den Weg auf die Straße gefunden haben, so Magnet. „Derzeit erleben wir die größten Demonstrationen der normalen, Steuer zahlenden Leute seit Jahrzehnten. Dieser Protest ist nicht ‚links‘ oder ‚rechts‘, sondern er kommt aus der anständigen und zum Denken fähigen Mitte der Gesellschaft.“

Das übliche Protestmittel des Österreichers sei die Verweigerung: „Er weigert sich bei sinnlosen Massentests mitzumachen, er weigert sich, sich das Silvesterfeuerwerk verbieten zu lassen. Doch jetzt werden viele Menschen aktiv, denn sie sehen, dass sie aktiv etwas tun müssen, um diesen Zwangsmaßnahmen Einhalt zu gebieten. Sie gehen friedlich auf die Straße und machen so ihren Protest sichtbar.“ Am 31. Jänner werden erneut Abertausende in Wien erwartet.