Am Freitag protestierten mehrere Eltern gegen den Testzwang an Schulen vor der oberösterreichischen Bildungsdirektion in Linz und unterstützten das Projekt „Schule für alle“.

Rund 150 Personen fanden sich vor der Bildungsdirektion ein und forderten eine sofortige Schulöffnung ohne Testzwang für die Schüler. Denn durch die derzeitige Regelung, dass Schüler, die sich nicht dem Corona-Test unterziehen dem Präsenzunterricht fernbleiben müssen, empfingen viele Eltern als nicht tragbar. Deshalb verlangen sie von der Regierung ein Umdenken und eine Änderung der Maßnahmen, die zu Lasten der Kinder gehen. Stattdessen sollte die Regierung das Kindeswohl im Auge haben, wozu auch das Menschenrecht auf Bildung gehört und dieses für Alle gleich zugänglich machen. Ob getestet oder nicht!

Petition mit mehr als 25.000 Unterschriften

Viele der teilnehmenden Eltern sehen die Zwangstestungen als massive Belastung für ihre Kinder. Zudem fühlen sie sich von der Regierung in ihrer Entscheidungsfreiheit als Sorgeberechtigte und Vormünder eingeschränkt. Denn sie selbst können noch am Besten einschätzen, was zum Wohle ihrer Kinder ist und nicht der Bundeskanzler oder der Bildungsminister. Dass das Thema vielen Eltern unter den Nägeln brennt zeigt auch, dass neben den rund 150 Personen, die am Freitag in Linz protestierten, tausende Menschen die vom Projekt „Schule für alle“ initiierte Petition unterschrieben haben. Denn mehr als 25.000 Menschen haben bisher die Petition „Nein zum Testzwang für Kinder“ im Internet unterzeichnet. Zudem plant die Initiative am Montag eine weitere Kundgebung in Salzburg. Und am Mittwoch sollen die Unterschriften der Petition in Linz übergeben und dann in den Nationalrat eingebracht werden.