Ob in Salzburg oder in Wien: Die Salzburgerin Maria N. (31) engagiert sich gerne an Wochenenden gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Darian H. (31) bei Demonstrationen und Spaziergängen gegen die Corona-Politik. Doch der Staat versucht dem Paar einen Strich durch die Rechnung zu machen: Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten fasste die Speditionskauffrau bereits 650 Euro an Corona-Strafen aus. Zuletzt straften Polizisten Maria sogar ab, obwohl sie eine FFP2-Maske trug. Sie ist verärgert und wird Einspruch erheben, verriet sie dem WOCHENBLICK im Exklusiv-Gespräch.

Von Bernadette Conrads

Weil ihre Eltern bereits älter als 60 Jahre sind, machte sich Maria N. zu Beginn noch viele Gedanken über das Virus und ging sorgsam damit um. Doch nach und nach bemerkte sie, dass die von den Mainstream-Medien vermittelten Versionen von ihren persönlichen Erfahrungen abwichen. Wie so viele Österreicher wurde Maria kritisch und begann, gegen die Maßnahmen der Regierung zu demonstrieren. Maria N.: „Wenn man ein bisserl die Augen aufmacht und über den Tellerrand schaut und nicht blind dem ORF und ähnlichen vertraut, dann kommt man schon drauf, dass da einige Sachen nicht zusammenpassen!“

24.1. in Salzburg: 2 x 100 Euro Strafe!

Die ersten Strafen erhielt das Paar im Zuge einer regierungskritischen Demonstration am 24. Jänner in Salzburg. Weil Maria und Darian keine Maske trugen, sollen sie jeweils 100 Euro bezahlen! Maria fühlt sich auf den Arm genommen: „So soll wohl das Geld für die sinnlosen Corona-Tests wieder reinkommen!“ Doch aufhalten ließ sich das Paar davon nicht: Sie besuchten weiterhin regierungskritische Demonstrationen.

30.1. in Wien: Wieder 200 Euro an Strafen für Paar

So waren die beiden auch am 30. Jänner in Wien mit dabei, als sich die Antifa beim Leopoldsbrunnen einen verbalen Schlagabtausch mit Regierungskritikern lieferte. „Wir impfen euch alle!“, sollen die vermummten Antifa-Aktivisten gerufen haben. N. beobachtete das Spektakel gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten – aus der Distanz wie sie schildert. Dann kamen fünf bis sechs Polizisten und forderten das Paar auf, sich auszuweisen.

Maria trug Maske, Darian verzichtete – er habe eine geringe Lungenleistung erzählt uns Maria – aus gesundheitlichen Gründen darauf. Trotzdem wurden beide mit einer saftigen Corona-Strafe bedacht. Grund: Sie hätten die Abstandsregeln nicht eingehalten! Und das, obwohl sich die beiden in einer Beziehung befinden. Doch weil das Paar in getrennten Haushalten lebt, sei die Beziehung für die Polizisten nicht beweisbar. Sie sollten nachträglich Einspruch erheben, habe die Polizei dem Paar geraten. Jetzt bekamen die beiden die Strafverfügungen zugestellt: Je 100 Euro verlangt der Staat von dem Paar, weil die Exekutive an der Beziehung zweifelte. Die Polizisten hätten dabei zum Einspruch geraten.

Engagiert: Maria demonstrierte – gemeinsam mit ihrer Mutter – auch in Freilassing gegen die Corona-Politik.

Salzburg-Demo 7.2. : 250 Euro Strafe

Doch das war noch nicht alles. Wenige Tage später, am 7. Februar setzte es bereits die nächste Strafe für Darian. Sie verlief besonders merkwürdig, wie Maria schildert:
Im Zuge eines Corona-Spaziergangs riegelte die Polizei die Straße ab, woraufhin die Protestierenden in Seitengassen zogen. „Das war eine reine Verzögerungstaktik, sie wollten die Gruppe zerreißen.“, schildert Maria die Situation. Nachdem ein Polizeiinspektor „Zugriff, Zugriff“ gerufen haben soll, wurden die Personalien des Paares festgestellt. Wieder setzte es eine Anzeige, dieses Mal gegen Darian. Wegen des Nicht-Einhaltens der Maskenpflicht, habe man dem Paar seitens der Polizei vor Ort noch vermittelt. Doch in der Strafverfügung wird H. ein anderer Vorwurf gemacht: Offiziell wurde er nach §28 des Salzburger Landessicherheitsgesetzes (Lärmerregung) angezeigt, weil er die Parole „Friede, Freiheit, keine Diktatur“ gerufen habe. Sie soll den Salzburger gleich 250 Euro kosten! Absurd: Erst einige Zeit später, nachdem Darian und Maria mit der Polizei sprachen und sich auswiesen, beteiligte sich der 31-Jährige wieder an der Demonstration und rief die Parole. Maria ist sich sicher: Darian wurde zuvor angezeigt und soll nun für eine Handlung die erst nach der Anzeige erfolgt sei, abgestaft werden!

„Werden selbstverständlich Einspruch erheben“

650 Euro an Strafen hat das Paar so bisher im Zuge von regierungskritischen Demos erhalten. Doch Maria und Darian lassen sich nicht unterkriegen. „Wieso müssen wir uns beschimpfen und als ‚Covidioten‘ hinstellen lassen von der Regierung? Wir bezahlen sie, nicht umgekehrt!“. Was Maria vor allem quält ist der Gedanke an die vielen Kinder, die nun aufgrund der Lockdowns unter psychischen Erkrankungen leiden. Deswegen wollen Maria und Darian weiterhin gegen die Maßnahmen der Regierung demonstrieren. Und die Strafen? „Selbstverständlich werden wir gegen alle Strafverfügungen Einspruch erheben!“ Der VfGH würde die ihnen zugrundeliegenden Verordnungen aber ohnehin wieder aufheben, zeigt sich Maria optimistisch.