Der Kampf für den Erhalt des einstigen Pferdeisenbahn-Bahnhofs in Wels kommt zu spät. Nachdem das Bundesdenkmalamt eine Unterschutzstellung des sogenannten Denksteinhauses abgelehnt hat, wird es den Vorhaben seiner Besitzer zufolge einem neuen Wohn- und Geschäftshaus weichen.

Dagegen läuft nun eine „Initiative Denkmalschutz“ Sturm. Die Initiative fordert, das historische Gebäude in die Planungen des Kaiser-Josef-Platzes zu integrieren, was sich auch mit den Forderungen von Kulturstadtrat Johann Reindl-Schwaighofer (SPÖ) deckt. Die Erhaltenswürdigkeit eines Gebäudes müsse nicht zwangsläufig mit  Denkmalschutz zusammenhängen.

Das sieht auch Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ) so. „Trotzdem muss man nicht jedes Haus unbedingt erhalten, auch es wenn älter als 100 Jahre ist“, erklärt er auf Nachfrage. Generell sei er natürlich für die Bewahrung historischer Bausubstanz, doch beim Denksteinhaus habe die Stadt keinerlei Handhabe.

Ungeachtet dieser Tatsache fordert Thomas Rammers­torfer von den Grünen einen „Runden Tisch“ zum Thema Denkmalschutz und hat dabei aktuell wohl das Denksteinhaus im Blick. Doch der Rettungszug scheint für den ehemaligen Pferdeeisenbahn-Bahnhof endgültig abgefahren zu sein.

Den 1958 abgerissenen Semmelturm, der einst neben dem Denksteinhaus stand, so schlägt Rabl vor, könnten wir wieder am alten Platz errichten, so die Bevölkerung  das will. Denn der Grund, auf dem er sich einst in den Himmel erhob, gehört noch immer der Stadt.