Der geplante Untersuchungsausschuss von Christian Kern ist vorerst gescheitert.

„Manchmal habe ich das Gefühl, dass viele wollen, dass man bei Vorwürfen gegen den Leiter einer so wichtigen Behörde so tut, als ob das alles nichts wäre“, ärgerte sich Innenminister Herbert Kickl kürzlich beim Hintergrundgespräch im Welser Gerstl-Bräu über die Berichterstattung in Sachen BVT und ihren suspendierten Leiter Gridling.

Ein Kommentar von Chefredakteur Kurt Guggenbichler

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Dabei sei das Thema eigentlich relativ einfach…
Aber würden die sogenannten Qualitätsmedien diesen Fall, den sie unbedingt zu einer Staatsaffäre hochzuschreiben versuchen, nüchtern und mit Hausverstand betrachten, würden sie sich vermutlich zerstören, was sie schon seit Monaten als ihre vordringlichste Aufgabe zu betrachten scheinen: der FPÖ und ihren Regierungsmitgliedern unbedingt was anzuhängen.

Rotfrontjournaille

In diesem Bemühen ist die Rotfrontjournaille geschlossen hinter dem ORF versammelt, hat aber zunehmend Schwierigkeiten, ihr Wünsche mit der Realität in Übereinstimmung zu bringen. Daher wird auf Teufel-komm-raus schwadroniert.

Bei einer wirklichen Staatsaffäre mit ausschließlich roten Beteiligten wie beim einstigen Riesenskandal-Fall Lucona mit Udo Proksch und Innenminister Karl Blecha ist den meisten Qualitätsmedien, allen voran dem ORF, jahrelang überhaupt nichts dazu auf- beziehungsweise eingefallen.