Ein Miteinander ist erstrebenswerter als das ewige Versuchen den jeweils Anderen zu übertrumpfen.

Das Thema Männlichkeit und Weiblichkeit sowie die spezifischen Rollenbilder sind in den Medien ein Dauerbrenner. Ob es nun um Transgender-Toiletten oder um den Mann als „Auslaufmodell“ wie zuletzt im ORF geht.

Ein Blickwinkel von Elsa Mittmannsgruber


Der Titel dieser DOKeins-Sendung „Wer braucht die Männer?“ lässt bereits erahnen, wie erbärmlich die österreichische Männerschaft in dieser Sendung wegkommt. Sie sind verunsichert, wissen nicht, wer sie sind, wie sie sich verhalten sollen, ob sie denn noch gebraucht werden.

 Typische Rollenklischees

Und das alles, weil Frauen sich ihre Wege in einstige Männerdomänen gebahnt haben und typische Rollenklischees nicht mehr halten. Solche Sendungen reihen sich für mich in ein dauerhaftes Aufhetzen von Mann und Frau ein.

Sie bestärken Frauen darin, sich weiter krampfhaft zu bemühen, der bessere Mann zu sein und ihn in jedem Gebiet übertrumpfen zu wollen und schüren beim Mann die Angst, dass er dadurch ins Abseits gerät und seiner Männlichkeit beraubt wird.

Machtkampf

Viele Frauen verleugnen durch ihren Machtkampf mit dem Mann ihre Weiblichkeit. Zahlreiche Männer definieren ihre Männlichkeit wiederum nur durch oberflächliche Klischees und fühlen sich schnell „entmännlicht“, wenn in „ihren Gebieten“ eine Frau etwas besser kann.

Damit der Mann und auch die Frau nicht zum „Auslaufmodell“ werden, müssen beide Geschlechter ihren Teil dazu beitragen. Das Verleugnen seiner Natur, aber auch das Festhalten an überholten Vorstellungen zählen jedenfalls nicht dazu.