Die größte Entlastung in der Geschichte der Republik sei die aktuelle „öko-soziale“ Steuerreform. Derartige Superlative ist man ja aus der Kurzschen Marketing-Schmiede mittlerweile gewöhnt. Und für CO2-Steuer gibt es auch einen Ausgleich von bis zu 200 Euro je nach Region.

Ein Kommentar von Matthias Hellner

Sebastian der Gütige denkt ja an seine Bürger, nur leider an der Lebensrealität vorbei. Bei einer Erhöhung der Spritpreise um 8 Cent durch die erste Stufe der CO2-Steuer sind diese 200 Euro für Pendler, die auf das Auto angewiesen sind, bei einem Tankvolumen von 50 Liter 50 Tankfüllungen, wo die CO2-Bepreisung ausgeglichen wird. Doch das bittere Ende kommt erst noch. Die restlichen „Steuergeschenke“ werden durch steigende Strom- und Heizkosten „aufgefressen“. Und wer zur Miete wohnt, hat auch nicht die Möglichkeit, einfach so das Heizsystem zu wechseln, außer er verbrennt vielleicht seine Möbel.

Weitere Teuerungen durch CO2-Steuer

Und die CO2-Steuer schlägt sich auch anderweitig nieder. So ist jetzt schon klar, dass auch die Transportkosten um mindestens 8 Prozent steigen – und das merkt jeder an der Supermarktkasse. Bei einem geschätzten Wochenendeinkauf für eine mehrköpfige Familie von 200 Euro ist man da über das Jahr schnell bei über 800 Euro. Dazu summieren sich höhere Kosten für Handwerker o.ä. und schon ist man bei einem Tausender oder mehr. Manchmal sehnt man sich da fast nach dem mittelalterlichen Zehent oder den 10 Prozent Spitzensteuersatz für Einkommen in der Monarchie zurück.

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