Was dabei herauskommt, wenn Medien die Politiker nicht mehr kontrollieren, sondern mit ihnen packeln, weil sie aufs Engste mit ihnen verhabert sind, zeigt jetzt in erschreckender Weise der Fall Sebastian Kurz.

Ein Kommentar von Kurt Guggenbichler

Dabei war jedoch in den seltensten Fällen Freundschaft im Spiel, sehr vielmehr aber Steuergeld, das für Inserate ausgegeben wurde und die Kassen der diversen Medienunternehmen füllten. Diese haben sich für den Geldsegen mit freundlicher Berichterstattung über Kurz und seine „Prätorianergarde“ revanchiert.
Dass diese „Familie“ wie auch die beteiligten Medien nicht gerade zum Wohl der Bürger gearbeitet haben, suggerieren die diversen Chatprotokolle.

Zunehmender Verfall der Sitten

Mag das Zuschütten der Medien mit Inseratengeld durch die Kurz-Truppe strafrechtlich auch nicht relevant sein, ein Bild über den Verfall der Sitten ist es allemal. Nun tun sich die diversen Medienvertreter schwer, sich aus dieser peinlichen Situation  herauszustottern, denn am Ende will es wie immer keiner gewesen sein. Nachweislich hat der „Wochenblick“ schon lang vor dem Kanzlerrücktritt über gekaufte Berichterstattung geschrieben, was von den Mainstreammedien hartnäckig ignoriert worden ist. Die Verachtung ihrer Leser ist jetzt die Quittung für deren demokratiefeindliches Verhalten.

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