Gegen 20 Uhr begann gestern Abend ein Mann am Rande des berühmten Straßburger Weihnachtsmarkts um sich zu schießen. Bei der Attacke wurden drei Menschen getötet und dreizehn verletzt, acht von ihnen schwer.

Bei zwei folgenden Schusswechseln mit Soldaten, wurde der mutmaßliche Terrorist, Chérif C. (29), angeschossen. Dieser flüchtete mit einem gestohlenen Taxi. Die Grenze zu Deutschland wurde noch am Dienstagabend geschlossen. In der Nacht rief Frankreich dann die höchste Terrorwarnstufe aus.

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Täter stand auf Islamisten-Liste

Laut Frankreichs Innenminister Christophe Castaner sei der Tatverdächtige der französischen Justiz bekannt gewesen. Gegen den Mann, der marokkanische Wurzeln haben soll, gab es bereits Verurteilungen in Deutschland und Frankreich.

Besonders brisant: Chérif C. hätte bereits am Dienstagvormittag festgenommen werden sollen! Laut französischen Medien wurde er wegen versuchten Mordes gesucht. zudem stand er auf einer Liste mutmaßlicher islamischer Gefährder, auf der gewaltbereite und radikalisierte Salafisten zu finden sind. Er war aber nicht seiner Wohnung anzutreffen. Bei der Durchsuchung fand die Polizei sogar Granaten.

Täter ist noch immer auf der Flucht

Laut mehreren unbestätigten Meldungen handelt es sich auf dem Bild unten um den mutmaßlichen Täter. Er ist derzeit noch auf der Flucht und gilt als äußerst gefährlich.

BREAKING NEWS: FRANCE: Picture of Strasbourg terror suspect released. He is still on the run after killing 4 people and injuring 11 more near a Christmas Market. pic.twitter.com/7G8Y4DYAUG

— BNL NEWS (@BreakingNLive) 11. Dezember 2018

Der Markt galt als „gut beschützt und sicher“

Der Weihnachtsmarkt in Straßburg galt als besonders gut gesichert. Täglich sind rund 300 Polizisten und 160 private Wachleute auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt im Einsatz. „Die Terrorgefahr ist sehr hoch“, hatte Frankreichs Innenstaatssekretär Laurent Nunez im November bei einem Besuch zu Beginn des Straßburger Weihnachtsmarkts gesagt.

US-Botschaft schlug in Wien bereits Alarm

Wie der „Wochenblick“ bereits Anfang Dezember berichtete, warnte die Botschaft der USA bereits eindringlich vor islamistischen Anschlägen auf Christkindlmärkte – auch Österreich sei ein Terror-Ziel!

Die Botschaft gab auf ihrer Internetseite und auf Twitter bekannt, dass die Sicherheitsvorkehrungen weiter hoch bleiben würden, da in Europa noch immer eine Terrorgefahr herrscht. Mögliche Attentäter hätten es auf „Touristengegenden, Einkaufszentren, Flughäfen, Clubs, Restaurants, Gotteshäuser sowie stark frequentierte Verkehrsknotenpunkte“ abgesehen.

Seit 2015: 240 Leben in Frankreich an den Terror verloren

Frankreich ist seit der Flüchtlingsbewegung 2015 von einer Welle islamistischen Terrors überzogen worden. Dort gilt seit längerem eine stark erhöhte Alarmbereitschaft. Seit Anfang 2015 starben rund 240 Menschen bei Anschlägen.