Das österreichische Innenministerium warnt vor „verdächtigen Postsendungen mit Gefahrenstoffen“. Nachdem in den letzten Wochen einige Unternehmen in Wien, Oberösterreich und dem Burgenland Postsendungen mit Säureinhalten erhalten haben, ist das Parlament nun hoch alarmiert!

Schon im April wurde die erste Säure-Postsendung im Burgenland verschickt. Bis jetzt wurden der Polizei insgesamt fünft Briefe mit gefährlichem Inhalt gemeldet. Ob es sich um ein Racheakt, Erpressung oder Terrorismus handelt, ist noch unklar. Betroffen waren bisweilen Unternehmen aus dem Finanzbereich, dem Energie- und Versicherungssektor. Auch ein Inkassobüro in Oberösterreich ist betroffen.

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Parlament ist alarmiert

Da man derzeit nicht ausschließen könne, ob auch das hohe Haus Ziel der Säure-Angriffe werden könnte, seien die Abgeordneten und Parlamentsmitarbeiter zur besonderen Vorsicht angehalten. Sollte eine Postsendung verdächtig sein, müsse umgehend die Polizei verständigt werden.

Unter dem Titel „Hinweis zum Umgang mit verdächtiger Briefsendung“ erging ein internes Parlamentsschreiben an alle Mitarbeiter. „Es handelte sich um Briefsendungen, die neben Schriftstücken auch kleine gefüllte (meist zylindrische) Behältnisse aus Kunststoff oder Glas zum Inhalt hatten. Diese waren mit chemischen Gefahrenstoffen gefüllt“ wurden die Parlamentarier gewarnt.

Motiv unklar

„Bislang wurde niemand verletzt“, erklärt Christoph Pölzl, Sprecher des Innenministeriums. Doch sei es „Aufgabe der Polizei, auch andere infrage kommende Stellen präventiv vor einer solchen möglichen Gefahr zu warnen“, betonte Pölzl. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, derzeit versuchen die Ermittlungsbeamten einen Zusammenhang zwischen den Vorkommnissen in den verschiedenen Bundesländern herzustellen.