Hoch hinaus, fast so hoch wie Felix Baumgartner.

Wie angstfrei ist einer, der ein Projekt auf die Beine stellt, das knapp an jenes von All-Springer Felix Baumgartner heran reicht? Eben gar nicht. „Ich habe totales Herzrasen und gerade erst die Fallschirm-Prüfung gemacht“, sagt Günter Schachermayr im „Wochenblick“-Interview zu seinem verwegenen Projekt in New Mexico.

Ein Bericht von Georg M. Hofbauer

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Dennoch verspricht er: „Es wird der verrückteste Motorrad-Stunt aller Zeiten.“ Die Vita des 39-Jährigen aus Steyr ist allen einschlägig Interessierten bereits bekannt: Mit der Vespa am Seil auf Kirchtürme. Unmögliches, vielleicht Belächeltes hat der Landmaschinenmechaniker schon so einiges angestellt.

Kostenspielige Verrücktheit für zwölf Millionen Euro

Das Projekt „Trop EX“ sprengt jedoch den Rahmen der üblichen Verrücktheiten. Auch vom Aufwand her: Zwölf Millionen Euro Budget, 330 Mitarbeiter, darunter hochkarätige Techniker, wie in der Formel Eins, 27 Sponsoren – ja, die Red-Bull-Dose ist mit dabei – und sechs Jahre Vorbereitung.

Jetzt sind die Dimensionen klar, aber längst noch nicht, was macht denn der ursprünglich als Vespa-Freestyler gestartete Himmels-Stürmer eigentlich? Wie schon der Projektname „Trop EX“ erahnen lässt, macht er eine Expedition in die Troposphäre. Nicht zu Fuß, nicht mit der Vespa, auch nicht mit einer Kapsel, sondern mit einem Motorrad. An einem Seil senkrecht in die Höhe, „schlappe“ drei Kilometer in den Himmel hinauf.

Und das Seil, das hängt an einem Black Hawk Helikopter. Also: Es wird sich alles irgendwann im Jahr 2018 ereignen, und zwar über der Wüste von New Mexico. Das Ganze spielt sich rund um den Space Airport ab, den auch All-Felix als Ausgangspunkt für sein Kapsel-Unternehmen gewählt hatte.
Doch wie kommt Günter runter: Günter springt ebenfalls ab, am Höhepunkt der Mission, in gut 4.000 Metern Höhe. Genau dafür hat er erst in diesen Tagen erfolgreich den Fallschirmspringer-Kurs absolviert.

„In den Himmel wegsprengen“

„Das wird die gefährlichste Phase, denn ich muss zusehen, dass ich möglichst weit weg vom Seil komme“, sagt er. Mittels einer Zündvorrichtung wird er sich nach der Steilfahrt in den Himmel wegsprengen, um dann mit dem Fallschirm sicher zu Boden segeln.

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Natürlich von Kameras der wesentlichen Medien beobachtet. Der Zeitpunkt für das Medienereignis ist noch streng geheim, vermutlich irgendwann in der ersten Jahreshälfte 2018 ist damit zu rechnen.

All-Felix sagte Unterstützung zu

„All-Felix“ Baumgartner war bei der Zündung der Idee dabei. Die beiden haben sich am Wolfgangsee kennengelernt und Baumgartner hat bei Schachermayr das Feuer in den Augen gesehen und spontan Unterstützung zugesagt.

„Aber ich habe beim Entschluss definitiv keine Ahnung gehabt davon, worauf ich mich hier einlasse und wie viele Rückschläge es in den sechs Jahren geben würde“, schildert der Stunt-Man, der die Schwerkraft „außer Kraft“ setzten will. Beim senkrecht nach oben fahren mit seinem speziell entwickelten Motorrad. „Das alles schaffe ich nur, weil ich mit meiner Sabine die beste Ehefrau der Welt habe,“ sagt Günter. Stark…