Was ist bloß mit Ernst August los? Vorige Woche hat unser durchlauchter Wahl-Grünauer wieder einmal von sich reden gemacht. 

Ein Kommentar von Kurt Guggenbichler

Unsere Polizisten, offenbar auf ständiger Suche nach Leuten, mit denen sie sich prügeln könnten, hätten den Welfenprinzen in seinem Haus grundlos verdroschen, sagt „Seine blaublütige (und nun auch veilchenblaue) Hoheit“.

Immer wieder Krach mit der Polizei

Das „grundlos“ – soll heißen: nicht notwendigerweise – mag glauben, wer will. Dass Ernst August Normalsterblichen gegen­über schnell die Hand ausrutscht, weil er rasch die Contenance verliert, ist weltweit bekannt. Auf handelnde Polizeibeamte ist er daher nicht gut zu sprechen.

Mir ist noch sein Fall in Erinnerung, als er einen oö. Gendarmerie-Beamten beleidigte, der es sich erlaubt hatte, seine autolenkende Hoheit bei Pettenbach zu kontrollieren. Das Ganze endete damit, dass sich der Prinz dann in Linz bei dem Beamten entschuldigte.

Welfenprinz sucht die Opferrolle

Um einer Entschuldigung und einem möglicherweise noch peinlicheren Gerichtsverfahren zu entgehen, hat Ernst August diesmal die Flucht nach vorn angetreten, indem er die „Kronen Zeitung“ zum Interview bat, um der Öffentlichkeit schnell seine Version des Vorfalles aufzutischen.

Man darf gespannt sein, was die polizeiliche Untersuchung ergibt. Diese angesichts seiner bekannten Person im Sande verlaufen zu lassen, wäre ein Schlag ins Gesicht all derer, die sich bereits wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt anklagen lassen mussten. Angesichts seiner Rachegelüste nur wenige Tage darauf lässt sich zumindest annehmen, dass er kein Unschuldslamm ist…