Ein Bericht von Elsa Mittmannsgruber

Als „Lieblingsmaler Norbert Hofers“ musste der Andorfer Odin (Manfred) Wiesinger im Präsidentschaftswahlkampf vergangenen Jahres viel Kritik einstecken. Diverse Mainstream-Medien versuchten ihn mit der Nazi-Keule zu diffamieren. Vergeblich, denn der Innviertler Künstler weiß zu parieren und lässt sich in keine Schublade stecken. Er redet, „wie ihm der Schnabel gewachsen ist“ und schafft, wonach ihm der Sinn steht.

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Dabei schreckt Wiesinger auch nicht davor zurück, Kriegsszenarien und Totenköpfe zu malen. Dass Odins Kunst jedoch nur aus Soldaten und Burschenschaften besteht, wie ihm gerne unterstellt wird, ist Unsinn. Als wir ihn in seinem Atelier in Andorf besuchten, signierte er gerade seine neuesten Werke, eine Serie von Radierungen, auf denen Franz Stelzhamer dargestellt ist.

Portait von Josef Pühringer

Und demnächst arbeitet er an einem Öl-Portrait unseres Alt-Landeshauptmanns Josef Pühringer. Neben Portraits malt Wiesinger hauptsächlich Landschaften und Stillleben sowie Fabelwesen und fertigt wunderbare Skulpturen aus Granit und Marmor an.

Für den 56-Jährigen bedeutet Kunst „Forcieren des Schönen“, was aber nicht mit Lieblichem gleichzusetzen ist. Schönheit sieht der Künstler genauso im Vergänglichen, im Schweren und im Wahren. Das ist es auch, was Odin besonders fasziniert.

In seinen Werken findet sich Melancholie und Mystik, die mit kühlen, dunklen Farben dargestellt werden. Etwas, das man kaum vermuten würde, wenn man den Maler kennenlernt. Denn er selbst weiß: „Ich bin ein sehr fröhlicher Mensch, aber in der Kunst lebe ich oftmals eine andere Seite aus.“

Rammstein und schottische Dudelsackmusik

Bei Musik wie Rammstein, klassischen Klängen von Edvard Grieg oder schottischer Dudelsackmusik lässt Odin Wiesinger seiner Muse freien Lauf. Im Sommer konzentriert er sich hauptsächlich auf das Bildhauen und arbeitet im Freien in der Firma seines Freundes, dem Steinmetzmeister Hans Oberschmidleithner.

Wenn es kalt wird, zieht er sich in sein Atelier zurück. Dort konzentriert er sich wieder mehr auf die Malerei, Druckgrafiken und Zeichnungen. Präferenzen hat der Innviertler dabei keine. Odin schafft seine Werke nach Aufträgen oder aus eigenen Inspirationen heraus.

Faszination am Schöpferischen

Seine Faszination am Schöpferischen und an der Ewigkeit begleitet dabei all seine Arbeiten: „Wenn ich etwas mache, ist das ein schöpferischer Moment. Man schafft etwas, das anderen Freude macht und die Zeit überdauert. Meine Skulpturen aus Granit halten Wind und Wetter stand. Auf meinen Gemälden kann ich Landschaften bannen, sie mir damit auf gewisse Weise zu eigen machen und sie so darstellen, wie nur ich sie sehe. Man spielt somit ein bisschen Herrgott und gestaltet Dinge, die einen selbst überdauern“, philosophiert der Absolvent der Linzer Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung.

Kritiker der „Modernen Kunst“

Schon in der Volksschule kristallisierte sich heraus, dass Odin Wiesinger die Kunst im Blut hat. Auf Empfehlung seines damaligen Professors am Gymnasium entschied sich der junge Manfred schließlich für das Kunststudium. Darauf aufbauend entwickelte er seinen eigenen Stil und spart zugleich nicht an Kritik an der Kunstszene.

In dieser vollzog sich Wiesinger zufolge nämlich ein „Wandel vom Gestalterischen ins Ideologische“. Der Großteil der sogenannten „Modernen Kunst“ sei nichts anderes als „ein misslungener Versuch der Provokation, die dann in Aktionismus und Pseudo-Dauerprovokation ausgeartet ist und sich über Jahre in der sogenannten Kunstszene etabliert hat“, so Wiesinger.

Linksdominierte Kunstszene produziert nur Mist

Heute sei es daher oftmals schon reaktionär und provokant, wieder Landschaften und Portraits zu malen, oder die Themen Geschichte und Burschenschaften aufzugreifen“, weiß Wiesinger und stellt klar: „In der Kunstszene ist der Wurm drinnen, weil es oftmals nur noch um Politik und Ideologie geht. Dadurch kann jeder Mist produziert werden, wenn der Künstler nur die richtige politische Einstellung hat.“

So wurde Odin Wiesinger in Interviews mit linken Redakteuren oft auch dahingehend kritisiert, dass er sich zum keltisch-germanischen Kulturkreis bekennt und dies immer wieder in seine Werke einfließen lässt. Wie am „Celtic Golf Course“, dem Golfplatz Schärding, den er mit seiner Kunst aufwertete. Dort gestaltete er auf dem 65 Hektar großen Areal einen keltischen Baumkreis und ein großes „Hünen-Grab“ aus Granit.

Krieger-Denkmal auf Kreta

Auf Kreta soll Wiesinger einen rund vier Meter großen, stürzenden Adler anfertigen und ein neues Fallschirmjäger-Denkmal planen, um das jetzige, welches zur Erinnerung an die Gefallenen während der Landung im Zweiten Weltkrieg errichtet wurde, zu ersetzen. Denn es wurde durch Natureinflüsse und von linken Aktivisten schwer beschädigt.

Dass er sich moralisierender Kritik nicht beugt, bringt ihm also auch wieder Aufträge ein: „Nachdem die Auftraggeber gewusst haben, dass ich technisch und moralisch kein Problem damit habe, einen Adler zu machen, sind sie auf mich zugekommen“, meint Wiesinger. An einem Adler würden sich heutzutage viele Künstler aus ideologischer Sicht stoßen, „aber man kann eben nicht immer eine Fledermaus machen“, scherzt der Innviertler.

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