In den vergangenen Tagen herrschte in vielen Supermärkten akuter Mangel an Obst und Gemüse. Viele Kunden rätselten. Auch gegenüber „Wochenblick“ gab es Nachfragen besorgter Leser.

So herrschte auch in den Filialen großer Supermarkt-Ketten in Oberösterreich zeitweise Flaute bei den Südfrüchten. Das Angebot war deutlich geringer als gewohnt.

Horror-Winter plagt Bauern

Dahinter steckt ein ernsthaftes Problem, wie die Kette „Hofer“ „Wochenblick“ jetzt mitteilte.

„Derzeit gibt es in vielen Regionen Südeuropas einen ungewöhnlich heftigen Wintereinbruch mit massiven Schneefällen und Minustemperaturen. Gerade im Winter beziehen wir viele Produkte aus Süditalien, Griechenland, Spanien, etc. Dieses Wetter hat zur Folge, dass viele Kulturen entweder ausgefallen sind oder eine Ernte aktuell nicht möglich ist. Teilweise verzögern sich auch die Transporte aus diesen Regionen“, informiert eine Sprecherin des Lebensmittel-Giganten.

Regale schnell leer

Besonders Obst und Gemüsesorten seien von dem sehr harten Wintereinbruch betroffen: „Aus diesem Grund ist die Versorgung mit Produkten, die im Winter vor allem aus Südeuropa kommen (Salate, Tomaten, diverses Gemüse, Zitrusfrüchte) nicht in ausreichendem Maße gegeben. Die Nachfrage unserer Kunden nach Obst und Gemüse ist insbesondere nach den Feiertagen sehr hoch, weshalb unsere Regale teilweise bereits früh leer sind.“

Ein Ende der Lieferengpässe ist vorerst offenbar noch nicht absehbar. „Wir sind bemüht, so schnell wie möglich wieder eine ausreichende Verfügbarkeit sicherzustellen“, beruhigt „Hofer“ jedoch. Auch andere Anbieter sind von den Folgen des Horror-Winters massiv betroffen, können nicht ausreichend Obst und Gemüse anbieten.

Ob es in anderen Bundesländern zu ebenso umfangreichen Lieferengpässen kam, ist bisher noch ungewiss.

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