Vor einem Jahr ermordete der gebürtige Iraner Mohammed V. die junge Studentin Sara S. in einem Mietshaus in Hannover. Die deutsche Justiz hat jetzt beschlossen, keine Mordanklage zu erheben. Er soll gemäß eines Gutachtens an „massiven Wahnvorstellungen“ leiden und deshalb schuldunfähig sein. Möglich wäre noch eine Einweisung in ein psychiatrisches Krankenhaus – mit allen damit verbundenen Kosten für die Steuerzahler. 

Hinweis in eigener Sache: Die Faktenchecker der dpa haben uns für diesen Artikel kritisiert. Tatsächlich handelt es sich nicht um einen aktuellen Fall. Wir hatten zur Erstellung des Textes mehrere Quellen geprüft, bei denen manche leider mit 2019 datiert waren. Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Wir entschuldigen uns dafür, wenn der falsche Eindruck entstanden sei, es handle sich um einen aktuellen Fall. Allerdings ist dieser Fall exakt wie beschrieben in den Jahren 2011 bis 2012 geschehen und um nichts weniger skandalös. Mord: 6. November 2011, Urteil: 17. April 2012.

Sara S. wollte Sonderpädagogin werden. Statt dessen wurde sie von einem Zuwanderer hingerichtet. Der Grund wäre ein absurder Streit gewesen, welchen der Iraner selbst angezettelt hatte. So zeigte er die Studentin bei der Polizei an, weil sie angeblich „Drogen in seinem Essen versteckt hätte“. Deutsche Medien sprechen auch von weiteren psychischen Auffälligkeiten bei dem Mann, die freilich allesamt nicht zu polizeilichen oder staatsanwaltlichen Maßnahmen führten. 

Die hilfsbereite, lebenslustige Junge Frau musste letztendlich im Treppenhaus verbluten, nachdem der Iraner sinnlos auf sie eingestochen hatte. Erst im kommenden April soll ein Prozess vor dem Landgericht beginnen, in welchem festgestellt wird, ob der Mann in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen wird.