In Deutschland wurde der Entwurf einer neuen Glücksspiel-Gesetzgebung bekannt, welche dem Staat gegenüber privaten Anbietern massive Vorteile sichern soll. Glücksspieler müssen in Hinkunft mit totaler Überwachung leben. Kritiker merken an, dass diese Art der Regulierung die Konsumenten in den Schwarzmarkt treibe, welcher „nur einen Mausklick entfernt liegt“. 

Ab 2021 sollen in Deutschland für Glücksspiel-Lizenznehmer neue Regeln gelten. Im Überblick:

  • Name, Geburtsdatum, Geburtsort, Anschrift und alle Wettinformationen (Zeitpunkt, Wette und Einsatz) sollen von einer Überwachungsbehörde gespeichert werden.
  • Der Höchsteinsatz beträgt 1.000 Euro.
  • Ein Spieler darf nicht bei mehreren Wett-Anbietern eingeloggt sein (und soll somit die Quoten nicht mehr vergleichen können).
  • Live-Wetten sollen stark eingeschränkt werden.
  • Werbeverbot im TV und Internet zwischen 6 und 23 Uhr.
  • Keine Sportwetten-Werbung rund um TV-Live Spiele.
  • Für drei Stunden am Tag soll kein Online-Casinospiel möglich sein.

Technische Sachverständige halten viele dieser Regelungen für lebensfremd und technisch nicht umsetzbar. Der deutsche Sportwettenverband schickte einen offenen Beschwerdebrief an die 16 Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer. Die Gesetzesvorhaben würden die Konsumenten in den Schwarzmarkt treiben. Dieses liege „nur einen Mausklick entfernt“. Dort gäbe es dann gar keine Kontrollen und keinen Konsumentenschutz.