Wer erinnert sich nicht an den ersten Teil von „Rambo“? Ein Kriegsveteran flüchtete vor der Polizei in die Berge und war dort nicht zu fassen. Was den Täter von Oppenau motiviert, ist unbekannt. Seit er am Sonntag eine Polizeistreife entwaffnete, ist er auf der Flucht. Der Mann soll schon zuvor in den Wäldern gelebt haben.

Am Sonntag stellten Polizeistreifen einen Mann, der an einer Hütte hantiert haben soll. Ein Zeuge hatte den Notruf gewählt: Dort sitze ein bewaffneter Mann in Tarnkleidung. Der zunächst Unbekannte trug Pfeil und Bogen, Messer und eine Pistole bei sich. Laut deutschen Medienberichten näherten sich vier Polizeibeamten dem Mann, als er eine Pistole auf sie richtete und ihnen nahelegte, ihre Dienstwaffen auf den Boden zu werfen. Scheinbar waren die braven deutschen Beamten davon überrascht, dass ein bewaffneter Mann eine Waffe auf sie richten könnte. Mit den Dienstpistolen floh er in den Wald.

Mordanschlag auf Ex-Freundin

Inzwischen geht die Polizei davon aus, dass es sich um den 31-jährigen Yves R. handelt. Der Mann soll über keinen festen Wohnsitz verfügen und in den Wäldern leben. Er  verfügt offenbar über intensive Outdoor-Kenntnisse. Im Jahr 2009 geriet er erstmalig ins Visier der Behörden. Damals schoss er mit einer Armbrust auf seine Ex-Freundin und verletzte sie schwer. Im Anschluss verbüßte er deieinhalb Jahre Jugendarrest.

Seit Tagen flüchtig

Aktuell suchen zahlreiche Polizeieinheiten am Boden und drei Hubschrauber nach Yves R., der als „extrem seltsamer Sonderling“ gilt. Sondereinheiten setzen Hundestaffeln und auch Wärmebildkameras ein. Bislang ohne Erfolg.