Am Freitagabend soll eine 18-Jährige von fünf bulgarischen Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 14 Jahren vergewaltigt worden sein. 

Kurz nach 22.00 Uhr schlug der Hund von Anwohnern so stark Alarm, dass die Besitzer in das Gebüsch hinter ihren Garten im deutschen Mülheim am Eppendorfer Bruch schauten und dort eine verletzte Frau und zwei männliche Personen entdeckte.

Massive Gewalt im Spiel

Die noch anwesenden mutmaßlichen Täter sollen über einen Radweg geflüchtet sein. Das 18-jährige mutmaßliche Opfer blieb im Gebüsch liegen. Die Anwohner informierten die Polizei und betreuten die junge Frau.

Nach einer Fahndung stellte die Polizei eine Gruppe von zwei 12-Jährigen und drei 14-Jährigen. Die jeweiligen Rollen der Verdächtigen sind noch Gegenstand der Ermittlungen. Die Gruppe soll die Frau nicht nur missbraucht, sondern auch geschlagen haben.

„Es war Gewalt im Spiel, massive Gewalt“, so ein Polizeisprecher laut „Süddeutscher Zeitung“.

Keine strafrechtlichen Konsequenzen

Die zwei 12-jährigen mutmaßlichen Täter haben keine strafrechtlichen Konsequenzen zu befürchten. Mit ihrem Alter sind sie noch nicht strafmündig. Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt (DPolG) fordert in dem Zusammenhang erneut eine Herabsetzung des strafmündigen Alters auf zwölf Jahre.

Jörg Radek, stellvertretender Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), hingegen spricht sich gegen eine Herabsetzung der Strafmündigkeit auf zwölf Jahre aus.

14-Jähriger bereits polizeibekannt

Das Amtsgericht hat einen Haftbefehl wegen Wiederholungsgefahr gegen einen Täter erlassen. Er fiel bereits – damals im strafunmündigen Alter – wegen zweier sexueller Belästigung auf.